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Nach 8 Jahren und 16 Banküberfällen geschnappt!Sein Markenzeichen war der Motorradhelm
Berlin. Der gefährlichste Bankräuber der vergangenen Jahre ist gefasst. Ein 28-jähriger Mann aus Steglitz wurde am Dienstag festgenommen. Erik B. gestand, in den vergangenen acht Jahren 14 Sparkassen und zwei Filialen der Berliner Volksbank überfallen zu haben. Insgesamt erbeutete er 375 000 Euro. Er finanzierte sich davon seinen Lebensunterhalt. Der 28-Jährige hatte sich am Dienstagnachmittag mit einer Bekannten auf dem Bahnhof in Zossen (Landkreis Teltow-Fläming) getroffen. Die Frau sollte ihm dort einen Koffer übergeben, den sie in ihrer Wohnung im Berliner Umland deponiert hatte. Darin befanden sich mehrere Waffen, fünf Handgranaten und ein Motorradhelm. Bei der Übergabe nahmen Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) den 28-Jährigen fest. "Ich wusste, dass ihr mich irgendwann schnappt", soll Erik B. bei der Festnahme gesagt haben. Die Ermittler waren ihm schon lange auf den Fersen. Bei seinem letzten Überfall im März trug der Serientäter wieder einen Motorradhelm, hatte jedoch das Visier hochgeklappt. Dadurch konnte sein Gesicht von einer Überwachungskamera gefilmt werden. Mehrere Tipps aus der Bevölkerung deuteten auf den 28-Jährigen. Seit Ende August überwachte die Kripo Erik B., hörte sein Telefon ab und beobachtete ihn auch dabei, wie er zwei Sparkassenfilialen inspizierte. Die Serie von Banküberfällen hatte im September 1995 begonnen. Anfangs war Erik B. nur mit einer Sturmhaube maskiert. Er hatte stets eine scharfe Pistole bei sich. Dann kaufte er sich Maschinenpistolen in Tschechien. "Die Ausrüstung erinnert an Rambo", sagt Schmandra. Bei seinen letzten fünf Überfällen trug Erik B. Motorradhelme als Maskierung. Und er wurde immer brutaler und unberechenbarer. Im Oktober 2000 schoss er während eines Überfall auf eine Sparkasse in der Wollankstraße in Pankow mit einer Maschinenpistole auf die Glasscheibe der Kassenbox. Im September 2002 schoss er in der Falkenseer Chaussee in Spandau mit einer Pistole auf eine Glasscheibe, hinter der eine Sparkassen-Angestellte und eine Kundin saßen. Verletzt wurde niemand. Erik B. ist nach Angaben der Polizei ein Einzelgänger. Er lebt allein in einer Wohnung in Steglitz. Der 28-Jährige hat keinen Beruf gelernt und ist arbeitslos. Erik B. ist eher unscheinbar. Er erzählte niemandem von seinen Taten und leistete sich von seiner Beute keine großen Anschaffungen. (V.L.)
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