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Brasilien-Journal: News, Links & Tipps
Business-News:

Vereinbarung über Strategische Partnerschaft der Schweiz mit Brasilien.
Bern, August 2008 - Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und der brasilianische Aussenminister Celso Amorim haben am 14.8.2008 ein Memorandum of Understanding über den Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen der Schweiz und Brasilien unterzeichnet. Die Schweiz ist daran interessiert, mit einem aufstrebenden und zunehmend einflussreichen Akteur der internationalen Politik wie Brasilien regelmässige Kontakte zu pflegen. Das Memorandum of Understanding entspricht diesem aussenpolitischen Interesse. Nachdem es der Bundesrat am 25. Juni 2008 genehmigt hatte, ist es jetzt von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zusammen mit dem brasilianischen Aussen­mini­ster Celso Amorim unterzeichnet worden. Es schafft den Rahmen für eine strategische Partnerschaft der Schweiz mit Brasi­lien, das heisst für eine Vertiefung des politischen Dialogs und eine engere Zusammenarbeit auf Gebieten gemeinsamen Interesses. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind sehr gut und haben sich in den letzten Jahren intensiviert, namentlich auch auf wirtschaftlichem Gebiet. Angestrebt wird eine verstärkte Zusammenarbeit unter anderem im Bereich der nuklearen Abrüstung und Nonproliferation, auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschung, in der Kooperation in Drittländern sowie im Rahmen der UNO, z. B. in der Förderung der Menschenrechte.

Brasilien steht vor weiteren Zinserhöhungen.
São Paulo, August 2008 - Die Währungshüter in Brasilien stehen weiter unter Druck. Die Inflationsrate ist im Juli auf 6,37 Prozent auf Jahressicht und auf 0,53 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Der größte Beitrag sei erfahrungsgemäß von den Nahrungsmittelpreisen gekommen, teilte das Team von Makro Research der DekaBank mit.
Der Anstieg liegt im Rahmen der Erwartungen. Die Analysten von Bloomberg hatten im Median einen Zuwachs auf 6,40 Prozent vorausgesagt. Etwa die Hälfte des Anstiegs der Konsumentenpreise mache die Nahrungsmittelkomponente aus, so die DekaBank. Zum Gesamtanstieg von 0,53 Prozent auf Monatssicht steuerten diese 0,24 Prozentpunkte bei. Die Experten erwarten jedoch einen deutlich nachlassenden Inflationsdruck bei den Nahrungsmittelpreisen in den kommenden Monaten, was sich auch auf die Gesamtinflationsrate positiv auswirken sollte.
Währenddessen versucht die brasilianischen Zentralbank (COPOM) die Inflation mit Zinsanhebungen einzudämmen. Seit April wurden die Zinsen um insgesamt 175 Basispunkte angehoben. Die DekaBank rechnet in den nächsten drei Monaten mit einer erneuten Anhebung des Leitzinses um 50 Basispunkte auf insgesamt 13,50 Prozent.

BASF baut Natriummethylat-Anlage in Brasilien.
Ludwigshafen, Mai 2008 - Die BASF plant den Bau einer Anlage zur Herstellung von Natriummethylat in Guaratinguetá, Brasilien, ihrem größten Standort in Südamerika. Die Anlage mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen pro Jahr soll 2010 in Betrieb gehen. Sie wird die erste für das Produkt in Südamerika sein und soll vor allem den regionalen Markt versorgen. Natriummethylat ist ein effizienter Katalysator für die Herstellung von Biodiesel. Biodiesel hat sich in den vergangenen zehn Jahren als Alternative zu Dieselkraftstoffen entwickelt und erfüllt die Forderung der Motorenhersteller nach qualitativ hochwertigen Treibstoffen.
„Wir erwarten, dass der weltweite Bedarf an Biodiesel in den nächsten Jahren auf etwa 18 Millionen Tonnen jährlich anwachsen wird. Rund 15 Prozent dieser Menge wird in Südamerika hergestellt“, sagt Dr. Ulrich Büschges, Group Vice President der Globalen Geschäftseinheit Anorganische Spezialitäten. „Mit dieser Investition wollen wir den wachsenden Bedarf unserer Kunden in Südamerika begleiten“, ergänzt Dr. Frank Prechtl, Business Manager Alkoholate.
Gesetzesvorgaben in Brasilien fordern, dass bis zum Jahr 2013 Treibstoff 3 Prozent Biodiesel enthalten muss. Danach erhöht sich der vorgeschriebene Biodieselanteil im Treibstoff auf 5 Prozent. Argentinien will ab dem Jahr 2010 einen Biodieselanteil von 5 Prozent vorschreiben. Weitere Länder in Südamerika wollen ähnlich vorgehen.

Deutsch-brasilianisches Energieabkommen unterzeichnet.
Brasília, Mai 2008 - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Brasilien bei Ihrem Besuch zu einer umweltfreundlichen Herstellung von Biosprit aufgerufen: "Biokraftstoffe sind ein Weg zum Ersatz von klassischen fossilen Energieträgern, aber nur, wenn sie nachhaltig angebaut werden". Beide Länder unterzeichneten ein Abkommen zur Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung, das laut laut Bundesumweltministerium keine konkreten Lieferungen der umstrittenen Bio-Kraftstoffe vorsieht. Stattdessen soll eine Arbeitsgruppe bilaterale Kriterien für die Produktion von Bio-Kraftstoffen erarbeiten, damit für die Gewinnung von Ethanol kein Regenwald zerstört wird. Umweltschützer und Entwicklungshelfer kritisieren, dass die Produktion von Agrosprit in Brasilien zu Landvertreibungen, fortschreitender Zerstörung des Regenwalds und erheblichen Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln führt..

125 Millionen Handys in Brasilien registriert.
Brasília, April 2008 - Anatel (Agência Nacional de Telecomunicações) teilte mit, dass die Grenze von 125 Millionen Handys überschritten wurde.
Insgesamt wurden im März dieses Jahres 125.811.000 Handys registriert. 80,87% davon sind Handys die auf Basis der Vorauszahlung funktionieren. Allein im März dieses Jahres wurden mit 1,6 Millionen neuen Handys ein absoluter Rekord erreicht, dies entspricht einem Anstieg von 74,85% im Vergleich zum Vorjahr.

GfK kauft weiteres Unternehmen in Brasilien.
Nürnberg, April 2008 - Das größte deutsche Marktforschungsinstitut GfK, das auch die TV-Einschaltquoten misst, ist wie angekündigt weiterhin auf Einkaufstour und erwarb in Brasilien das Institut Shopping Brasil. Damit liege man auf dem nationalen Markt Brasiliens auf Platz zwei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die die GfK ein neues Rekordergebnis verbucht . Demnach wuchsen die Erlöse um 4,5 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Das angepasste operative Ergebnis als zentrale Steuerungsgröße stieg um 4,7 Prozent auf 157,6 Millionen Euro.

Brasilien: Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns
Brasília, März 2008 - Mit Wirkung vom 1. März 2008 wurde der gesetzliche Mindestlohn in Brasilien von bisher 380 BRL auf nunmehr 415 BRL (ca. 163 Euro) je Monat angehoben. Zum Vergleich: der durchschnittliche Brutto-Monatslohn eines Anwalts liegt zwischen 3023,00 (Anfänger) und 6340,00 (Senior) Reais, der des Marketingleiters eines mittelständigen Unternehmens Marketingleiter bei 11585,00 Reais und Industrie-Facharbeiters bei 2.562 Reais. Eine Küchenhilfe verdient durchschnittlich 650,00 Reais brutto im Monat.

Venezuela und Brasilien investieren 4 Mrd. USD in Raffinerie
São Paulo, März 2008 - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez und der brasilianische Präsident Lula da Silva haben sich zu Gesprächen in Brasilien getroffen um über eine gemeinsame Investition von 4 Mrd. USD in eine Raffinerie zu verhandeln. Die Gespräche zum Bau einer solchen Raffinerie laufen seit 2005. Die beteiligten Parteien Petrobras und PDVSA konnten sich seitdem nicht einigen. Die Petrobras hatte bereits mit dem Bau der Raffinerie begonnen und mitgeteilt, dass man diese Notfalls allein betreiben werde. Eine Sprecherin der Petrobras sagte, dass nun eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet worden sei. Ein finaler Vertrag steht noch aus. Die Raffinerie soll noch 2010 mit der Produktion beginnen, die anfängliche Kapazität soll bei 200.000 Barrel/Tag liegen und dann bis auf 400.000 Barrel/Tag gesteigert werden.

TAM ordert 46 Flugzeuge bei Airbus
São Paulo, Januar 2008 - TAM Brazilian Airlines hat eine Vorbestellung von insgesamt 46 Passagierflugzeugen der Marke Airbus im Umfang von 6,9 Milliarden USD vorgenommen. Das Auftragsvolumen der Bestellung beläuft sich auf. Bei den Maschinen handelt es sich um 22 vom Typ A350 XWB, 4 von A330-200 und 20 aus der A320-Serie. Das brasilianische Inlandsflugaufkommen ist in den letzten fünf Jahren um 10 % angestiegen. TAM kontrolliert derzeit etwa 67 % des brasilianischen Flugverkehr-Markts.

Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela beenden Mercosur-Gipfel
Montevideo, Dezember 2007 - Mit demonstrativer Einigkeit haben sich die Staatschefs des südamerikanischen Bündnisses Mercosur ("Gemeinsamer Markt des Südens") am Dienstag zum Abschluss ihres 34. Gipfeltreffens in Uruguay präsentiert. Bisherige Streitpunkte wie externe bilaterale Freihandelsabkommen einiger Mitgliedsländer sind vorerst beigelegt.

Enorme Öl- und Gasvorkommen in Brasilien entdeckt
Brasília, November 2007 - Der staatlich kontrollierte brasilianische Ölkonzern Petrobras teilte mit, dass das 250 Kilometer vor der Südostküste des Landes neu entdeckte Ölfeld "Tupi" Vorkommen von fünf bis acht Milliarden Barrel Öl sowie Erdgas berge. Das Feld "Tupi" gehört zu 65 Prozent der staatlich kontrollierten Petrobras, zu 25 Prozent der britischen Gesellschaft BG und zu zehn Prozent der portugiesischen Petrogal-Galp Energia. Zurzeit fördert Petrobras 1,9 Millionen Barrel Öl am Tag. Das reicht, um Brasilien mit Öl zu versorgen. Das Ölfeld vor der Küste würde die Vorkommnisse, über die der Konzern verfügt, um die Hälfte steigern und ihm erlauben, Öl in großem Maßstab zu exportieren. Allerdings liegt das Feld "Tupi" unter sehr tiefem Wasser und die Förderung lohnt sich nur, wenn der Ölpreis dauerhaft auf dem derzeitigen Niveau bleibt.

Deutsche Mittelständler entdecken Brasilien neu
Berlin, November 2007 - Das Magazin "Wirtschaftswoche" berichtet in der aktuellen Ausgabe ausführlich über Chancen und Risiken eines Engagements in Brasilien. Die Grafik spricht dabei für sich:



Hans Stern in Brasilien gestorben
Rio de Janeiro, Oktober 2007 - Der brasilianische Edelstein-Händler Hans Stern ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Stern stammt ursprünglich aus Essen und flüchtete vor den Nationalsozialisten zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Brasilien.
In Rio de Janeiro gründete er 1945 seinen ersten Edelsteinhandel "H. Stern". 60 Jahre später gehört ihm der nach Tiffany und Cartier drittgrößte Schmuckkonzern der Welt. Seine Schmuckstücke und Uhren sind mit renommierten Design-Preisen ausgezeichnet worden.
In Brasilien selbst betreibt seine Unternehmensgruppe 160 Boutiquen in Eigenregie. Im Ausland ist H. Stern mit Franchise-Partnern tätig: Rund 170 Geschäfte in 26 Ländern betreiben selbstständige Händler. In der Branche wurde der Unternehmer "König der Juwelen" genannt.


Neue Gesetzesanweisung in Brasilien gefährdet Außenhandel
Brasília, Oktober 2007 - Im Außenhandel aktive Unternehmen sehen sich in letzter Zeit vermehrt dem Risiko des Einzugs ihrer Steuernummer CNPJ (Cadastro Nacional das Pessoas Jurídicas) durch die brasilianische Bundes-Finanzverwaltung (Receita Federal) ausgesetzt. Die Regierung versucht, dem Phänomen der "Caixa 2" im Import-/Exportgeschäft steuerlich beizukommen und versucht den vor allem im so genannten Drawback-Verfahren, der Lohnveredlung von vorübergehend ins Land verbrachten Waren, weit verbreiteten "Steuertricks" zu begegnen. Dieses Mittel würde insbesondere dann angewendet, wenn der betroffene Steuerpflichtige die Herkunft der Mittel für die Bezahlung der Importe nicht nachweisen könne oder in Fällen, in welchen der wahre Empfänger der importierten Waren verschleiert werden solle.
Ohne den Nachweis einer ordnungsgemäßen steuerlichen Registrierung durch die Steuernummer CNPJ, ist ein Unternehmen in Brasilien jedoch gleichsam nicht existent und wird über den Import und Export hinaus praktisch die gesamte Außenhandelstätigkeit und deren zollrechtliche Abwicklung eines Unternehmens während der Überprüfung lahm gelegt. Die von Unternehmen eingereichten Anträge auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gegen derartige Verfügungen der Finanzbehörden haben meist erst in der zweiten Instanz Erfolg. Die Vorgehensweise kann daher für viele Unternehmen den Konkurs bedeuten, d.h. sie werden sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Ob der Versuch, der Steuerhinterziehung Herr zu werden, Erfolg zeigen wird, ist daher mehr als fraglich.


Der gläserne Autofahrer wird in São Paulo Realität
São Paulo, Oktober 2007 - Stadt und Bundesstaat São Paulo haben in einem Vertrag mit der Siniav (Sistema Nacional de Identificação Automática de Veículos) vereinbart in allen Fahrzeugen einen elektronischen Registrierungs-Chip zu installieren um auf diesem Weg eine bessere Kontrolle der Verkehrswege zu erhalten. Die Installation der Chips oder auch Tags beginnt ab Mai 2008.
Dadurch wird São Paulo die erste Stadt Südamerikas, deren Fahrzeuge über eine elektronische Identifikation verfügen. Wer ohne diese Identifikation unterwegs ist, wird zukünftig eine Strafe in Höhe von 127,00 Reais bezahlen müssen.
Die Kosten für die Installation wird von der Stadt getragen, die diese durch die eingehenden Strafen finanzieren wird. Neue Fahrzeuge werden automatisch mit dem neuen Chip bestückt werden. Die Tags werden die Seriennummer des Fahrzeugs, das Nummernschild, die Chassis-Nummer und den Renavan Code speichern. Damit will man gegen geklonte Fahrzeuge, Fahrzeuge deren Besitzer noch Rückstände der IPVA vorweisen und gegen noch unbezahlte Verkehrsstrafen vorgehen - außerdem sollen gestohlene Fahrzeuge sofort aufgefunden werden. Die Regierung versichert, dass die gewonnen Daten vertraulich gehalten würden.


Brasilianische Konzernabschlüsse folgen internationalen Rechnungslegungsregeln
Brasília, Oktober 2007 - Die brasilianische Wertpapieraufsichtsbehörde Comissão de Valores Mobiliários (CVM) ermöglichte Kapitalgesellschaften, deren Anteile auf öffentlichen Wertpapiermärkten gehandelt werden, ihren Konzernabschluss für die Geschäftsjahre 2007 bis 2009 an Stelle der bislang zwingend anzuwendenden brasilianischen Konzernrechnungslegungsregeln nunmehr gemäß den vom International Accounting Standards Board (IASB) anerkannten internationalen Rechnungslegungsregeln zu veröffentlichen. Ab 2010 wird die Offenlegung des Konzernabschlusses gemäß den Regelungen des IASB verpflichtend. Der zusätzlich zum Konzernabschluss offen zulegende Einzelabschluss der Muttergesellschaft, dessen Anteile auf Börsen in Brasilien öffentlich gehandelt werden, ist dagegen weiter ausschließlich auf der Grundlage brasilianischer Rechnungslegungsnormen aufzustellen. Auch die Jahresabschlüsse aller anderen brasilianischen Unternehmen, also insbesondere die einer "Limitada" ("Ltda.") sind weiterhin ausschließlich nach brasilianischen Normen aufzustellen. Da die Jahresabschlüsse nicht börsennotierter Gesellschaften in Brasilien nicht der Finanzaufsicht der CVM unterliegen und auch weder durch einen unabhängigen Abschlussprüfer geprüft noch offen gelegt werden müssen, ist die Aussagefähigkeit der Abschlüsse der großen Mehrheit der brasilianischen Unternehmen im internationalen Vergleich eher begrenzt.
Die neue Richtlinie der CVM erklärt sich aus dem Erfordernis der Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse brasilianischer Unternehmen, die auf internationalen Kapitalmärkten tätig werden wollen, mit den entsprechenden Abschlüssen anderer global agierender Unternehmen.


Autoboom in Brasilien
São Paulo, Oktober 2007 - VW do Brasil führt Sonderschichten ein, um die derzeitige ungewöhnlich hohe Nachfrage auf dem Inlandsmarkt zu bedienen. Im Jahr 2007 werden in Brasilien voraussichtlich 2,7 Millionen Fahrzeuge hergestellt werden. Die Zahl der Neuzulassungen nahm in den ersten acht Monaten des Jahres im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2006 um 27 Prozent zu.
In den VW-Werken soll bis Jahresende und im ersten Halbjahr 2008 an allen Samstagen gearbeitet werden. Ein Gewerkschaftsvertreter äußerte sich erleichtert, dass die Ende 2006 befürchteten Massenentlassungen nun nicht nötig seien. Ende des vergangenen Jahres hatte VW einen Umstrukturierungsplan bekannt gegeben, der den Abbau von 3.600 Stellen vorsieht. Der Plan war nach einem 17-tägigen Streik mit den Personalvertretern ausgehandelt worden.
Seither hat VW Investitionen von 2,5 Milliarden Real (974 Mio. Euro) in Brasilien bis 2011 angekündigt. Damit soll vor allem die Markteinführung neuer Modelle finanziert werden.


Neuer Linienflug Frankfurt - São Paulo
Frankfurt, São Paulo, September 2007 - Ab Dezember fliegt die brasilianische Airline TAM täglich um 22.30 Uhr von Frankfurt nach Sao Paulo. Die eingesetzte Maschine vom Typ Airbus A340-500 verfügt über 225 Plätze in der Economy und 42 in der Business Class. Aufgrund der Kooperation mit Lufthansa bestehen Verbindungen zu allen deutschen LH-Flughäfen. Die Airline, die bereits 2001-2002 eine Strecke nach Frankfurt unterhielt, versucht nun die durch die Probleme der konkurrierenden Fluggesellschaft Varig entstandene Lücke zu nutzen. Es ist zu hoffen, dass die TAM-Flüge einen besseren Service bieten, als dies derzeit bei den VARIG-Flügen nach Rio de Janeiro der Fall ist.
Bei der TAM handelt es sich um die derzeit führende Fluggesellschaft auf dem brasilianischen Markt. Im April betrug der Marktanteil 50,7 Prozent. Die Fluggesellschaft bedient 49 Zielorte in Brasilien. Darüber hinaus bestehen Abkommen mit regionalen Airlines zu weiteren 26 nationalen Zielen. Der internationale Marktanteil von TAM unter den brasilianischen Fluggesellschaften erreichte im April 69,7 Prozent.

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Renault will Billig-Auto für Brasilien und Indien entwickeln

São Paulo, September 2007 - Nach Angaben von Carlos Ghosn, dem Chef des französischen Autokonzerns Renault soll speziell für den indischen und den brasilianischen Markt ein sehr preiswertes Auto entwickelt werden, dessen Produktion in Indien 2500 Dollar (1800 Euro) kosten und das für 3000 Dollar verkauft werden solle.
Wenn das Vorhaben gelinge, dessen Realisierung noch ein oder zwei Jahre dauern werde, könne das Auto in mehreren Ländern hergestellt werden, darunter auch in Brasilien. Seit Juli produziert und vermarktet Renault in Brasilien sein Billig-Modell Dacia zum Preis von umgerechnet etwa 10.600 Euro. Im Dezember will das Unternehmen außerdem eine vollständig in Brasilien entwickelte und produzierte Limousine mit dem Namen Sandero anbieten, deren Preis noch nicht bekannt ist.

Verteidigungsetat Brasiliens soll 2008 um über 50 Prozent steigen
Brasília, September 2007 - Präsident Lula da Silva hat angekündigt, den Verteidigungshaushalt von derzeit drei Milliarden US-Dollar im kommenden Jahr auf 4,62 Milliarden US-Dollar anzuheben. Zu diesem Zweck sollen nun eine Kommission gegründet werden, die die Ziele festlegt, und vom Verteidigungsministerium binnen eines Jahres einen Aktionsplan ausgearbeitet werden.
Auf diese Weise soll der vor kurzem proklamierte neue wirtschaftspolitische Kurs unterstützt werden und die Sektoren Automobil, Werften, Eisenbahnen und Gesundheit direkt profitieren. Die Regierung von Lula da Silva hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Produktion in Brasilien weiter zu stärken, Technologiezentren neu zu gründen und zu fördern, die Importe zu reduzieren und so das Land in eine "Exportplattform" zu verwandeln. Ob weitere Bürokratie und politische Aufwertung der Militärs dazu die richtigen Mittel sind, darf angesichts der Korruptionsprobleme Brasiliens allerdings bezweifelt werden.

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Handelsbilanzdefizit Argentiniens mit Brasilien wächst
Brasília/Buenos Aires, August 2007 - Das Handelsbilanz-Defizit Argentiniens mit Brasilien wächst weiter. Im Juli ergaben sich für Argentinien rote Zahlen von 415 Millionen US-Dollar. Die argentinischen Exporte in das Nachbarland erreichten im Juli ein Volumen von 896 Millionen US-Dollar, das sind 8,6 Prozent mehr als im Juni und 15,3 Prozent mehr als im Juli 2006. Die Importe vom wichtigsten Handelspartner in der Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela) hatten einen Wert von 1,31 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus im Vergleich zum Juni von 12,2 Prozent, verglichen mit Juli 2006 ergibt sich ein Anstieg von 15,7 Prozent. Die Bilanz mit Brasilien ist aus argentinischer Sicht nun schon seit 50 Monaten negativ. Akkumuliert auf das laufende Jahr ergibt sich bisher ein Minus von 2,025 Milliarden US-Dollar.

Flugzeugkatastrophe in São Paulo

São Paulo, Juli 2007 - Die seit Monaten anhaltenden Probleme des Luftverkehrssystems kulminierten nun leider im bisher wahrscheinlich schwersten Flugzeugunglück in Brasilien. Ein Airbus A320 der brasilianischen Fluggesellschaft TAM war bei der Landung mitten in der Millionenmetropole über die regennasse Landebahn hinausgeschossen, über eine Hauptstraße gerutscht und in eine Tankstelle und ein Geschäftsgebäude gerast. Dabei sind nach Schätzungen der Feuerwehr in São Paulo etwa 200 Menschen ums Leben gekommen.

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EU und Brasilien Vorreiter bei Biokraftstoffen
Lissabon/Brüssel, Juli 2007 - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte verstärkte Anstrengungen der EU für bessere Grundlagen bei der Nutzung von Biokraftstoffen an. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva rief die Welt zu einer "solidarischen Partnerschaft" bei Entwicklung und Verbreitung von Biokraftstoffen auf. Sowohl Barroso als auch Lula betonten die Bedeutung einer nachhaltigen Produktion von Biokraftstoffen.
Lula lud zu einer Konferenz über das Thema im Juni 2008 nach Rio de Janeiro ein. Der portugiesische Regierungschef und EU-Ratspräsident José Sócrates bemerkte, nachhaltig hergestellte Biokraftstoffe seien langfristig die beste Art und Weise, für eine klimafreundliche Energiesicherheit zu sorgen. Sein Land wolle bis 2010 den Anteil von Biokraftstoffen am Kraftstoffverbrauch auf zehn Prozent erhöhen. Die Europäische Union insgesamt hat sich dieses Ziel erst für 2020 gesetzt. Brasilien zählt bei den Biokraftstoffen zu den führenden Nationen. Der brasilianische Präsident bemerkte, die positiven Erfahrungen mit Biokraftstoffen in Brasilien könnten auch Entwicklungsländer in Afrika oder der Karibik machen, allerdings müssten dazu die hohen Zölle auf Biokraftstoffe abgeschafft werden.


Strategische Partnerschaft zwischen EU und Brasilien
Lissabon, Juli 2007 - Auf einem gemeinsamen Gipfeltreffen in Lissabon haben die EU und Brasilien eine intensive Zusammenarbeit auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet vereinbart. Eine ähnlich enge Kooperation gab es bisher nur zwischen der EU und den USA, Kanada, Russland, China, Indien und Südafrika. Schon jetzt ist Brasilien Haupthandelspartner der EU in Lateinamerika. 2006 belief sich der Handelsaustausch zwischen den beiden Partnern auf 50,5 Mrd. Dollar, wobei Brasilien Waren und Dienstleistungen für 30 Mrd. Dollar nach Europa verkaufte. Besonderes Interesse hat die EU an einer Zusammenarbeit in Energiefragen, da Brasilien neben den USA weltgrößter Produzent von Biodiesel ist und bei alternativem Treibstoff eine Vorreiterrolle einnimmt. Auch der Umweltschutz und die außenpolitische Zusammenarbeit im Rahmen der Uno sollen gefördert werden. "Dies ist ein Meilenstein", sagte Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner, die sich seit langem für die Zusammenarbeit mit Brasilien einsetzt.
EU-Brazil Die EU und Brasilien haben außerdem über Möglichkeiten beraten, um aus der Sackgasse der WTO-Verhandlungen herauszufinden. Beide Seiten hätten die Absicht, die Doha-Verhandlungsrunde zu retten, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zum Abschluss eintägiger Verhandlungen mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio "Lula" da Silva Anfang Juli 2007. Die Positionen seien gar nicht so weit auseinander, wie es oft scheine. Brasilien und andere Entwicklungsländer fordern von der EU und den USA einen drastischen Abbau von Agrarsubventionen und Zöllen, um einen besseren Marktzugang für ihre landwirtschaftlichen Produkte auf dem Weltmarkt zu erreichen. Die EU lehnt dies bisher ab, um die Bauern in den Mitgliedsländern zu schützen. Umgekehrt verlangten Washington und Brüssel von Brasilien, Indien und anderen Schwellenländern, ihre Märkte mehr als bisher für Industrieprodukte und Dienstleistungen zu öffnen.


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Emissionszertifikate in Brasilien

New York/Brasília, Juli 2007 - Nach Schätzungen von Finanzanalysten wird der Handel mit Emissionszertifikaten bis zum Jahr 2012 weltweit ein Geschäftsvolumen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar umfassen und etwa 1/6 davon auf Brasilien entfallen. Bereits im Jahr 2003 wurde bei der brasilianischen Zentralbank aus der Privatwirtschaft heraus ein Antrag auf Registrierung von Devisenzuflüssen aus der Veräußerung derartiger Emissionszertifikate (Certificados de Emissões Reduzidas) gestellt. Die Zentralbank empfahl im März 2005, den Devisenzufluss als aus dem Export von Dienstleistungen stammend anzumelden. Nichtsdestotrotz besteht bis heute Unklarheit hinsichtlich der steuer- und devisenrechtlichen Beurteilung von Emissionszertifikaten. Juristen sind in der Regel der Ansicht, dass es sich hierbei um ein Recht und damit um einen immateriellen Vermögensgegenstand handelt. Demzufolge wäre die Veräußerung eines Emissionszertifikates als Übertragung eines Rechts zu werten, die als solche nicht der Besteuerung unterläge, während der Mittelzufluss aus der Veräußerung Umsatz im Sinne des Einkommen- und Verkehrsteuerrechts generieren würde.
Die an der Diskussion beteiligten Exekutivorgane - Zentralbank, Finanz- und Wirtschaftsministerium - sind bis heute zu keinem Ergebnis gelangt. Zwar wurde bereits 2004 ein Gesetzentwurf zur Gewährung von Steuervergünstigungen für umweltfreundliche Investitionen vorgelegt, in dem auch die Emissionszertifikate enthalten sind. Dieser Gesetzentwurf befindet sich aber immer noch beim zuständigen Finanzausschuss, der sich Mitte Mai 2006 negativ zur Verträglichkeit und Tauglichkeit des Entwurfs in steuer- wie haushaltsmäßiger Hinsicht äußerte. Der Gesetzesentwurf konnte damit nicht vorangebracht werden, obwohl ihn sowohl Umweltverbände wie auch Steuerexperten positiv beurteilt hatten. Es ist daher zweifelhaft, ob es der brasilianischen Regierung in absehbarer Zeit gelingt, eine solide Rechtsgrundlage für den Handel mit Emissionszertifikaten zu schaffen.


Gesetzliche Sozialversicherung in Brasilien: Anpassung der Arbeitnehmerbeiträge
Brasília, Juni 2007 - Die Arbeitnehmerbeiträge und der Beitragsbemessungsgrenze für den Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Sozialversicherung INSS (Instituto Nacional de Seguridade Social) in Brasilien wurden angehoben: Ab einem über der Beitrags-Bemessungsgrenze liegenden Arbeitsentgelt von BRL 2.894,28 (ca. 1055 Euro) je Monat beträgt der Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Sozialversicherung demnach BRL 318,37 (ca. 115 Euro) pro Monat. Für den Anteil des Arbeitgebers zur gesetzlichen Sozialversicherung existiert hingegen keine Beitragsbemessungsgrenze. Der Arbeitgeber hat also im Regelfall einen Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 28,8 Prozent der Bruttolohnsumme zu entrichten. Darüber hinaus sind weitere 8 Prozent der Bruttolohnsumme in den so genannten Abfindungsfonds FGTS (Fundo de Garantia do Tempo de Serviço) einzubezahlen.

Starker Real fördert Einfuhr von Konsumgütern: Brasiliens Importe steigen weiter
Brasília, Juni 2007 - Brasilien durchlebt derzeit einen regelrechten Importboom. Bereits 2006 stiegen die Einfuhren um 24% und auch im 1. Quartal 2007 konnten ähnlich hohe Wachstumsraten erzielt werden. Im laufenden Jahr wird erstmals die Schwelle von 100 Mrd. US$ durchbrochen. Von dieser Entwicklung profitieren besonders Lieferanten von Konsumgütern und Produzenten in Asien. Auf der anderen Seite lässt die Dynamik der Exporte nach, da für deren Steigerungsraten Preissteigerungen für Rohstoffe verantwortlich sind.

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ThyssenKrupp expandiert in Süd-Brasilien
São Paulo, Juni 2007 - ThyssenKrupp will in Brasilien für vier Milliarden Dollar (knapp drei Milliarden Euro) ein neues Stahlwerk errichten. Nach Angaben der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (BNDES) wird sie sich mit 18 Prozent an dem Projekt beteiligen. Es handelt es sich jedoch um ein Gemeinschaftsprojekt von ThyssenKrupp und dem brasilianischen Unternehmen Companhia Vale do Rio Doce, an dem die Deutschen mit 90 Prozent beteiligt sind.
Der Baubeginn ist für 2009 vorgesehen. Nach seiner Fertigstellung soll das Stahlwerk im südöstlichen Bundestaat Rio de Janeiro den Planungen zufolge bis zu fünf Millionen Tonnen Stahl pro Jahr produzieren. Das Werk soll zudem einen eigenen Hafen für die Kohlelieferungen und den Export des fertigen Stahls erhalten.

Angra dos Reis
Brasilien plant acht neue Atomkraftwerke
Rio de Janeiro, Juni 2007 - Der Chef des staatlichen Energieversorgers Eletronuclear, Pinheiro, kündigte an, dass zur Deckung des Energiebedarfs Brasilien in den kommenden rund 20 Jahren acht Atomkraftwerke bauen werde. Das erste davon soll 2012 oder 2013 in der Region um Rio de Janeiro errichtet werden, weitere zwei 2017 in der Region Nordeste im Nordosten des Landes.

Brasilien verletzt Handelsregeln bei Gebrauchtreifen
Genf, Juni 2007 - Die Welthandelsorganisation (WTO) hat Brasilien der Verletzung internationaler Handelsregeln beschuldigt. Grund: Das südamerikanische Land behindert den Import gebrauchter Reifen aus Europa. Zu „Gebrauchtreifen“ zählen auch Runderneuerte, der Vorwurf: Brasilien schützt mit dieser Maßnahme die einheimische Runderneuerungsindustrie. Im Übrigen erlaubt das Land den Import von Gebrauchtreifen aus anderen südamerikanischen Ländern, was eine Diskriminierung der europäischen Exporteure gebrauchter Reifen bedeutet.

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UNO lobt Sozialpolitik Lulas- und fordert weitere Reformen

New York, April 2007. Rund 46 Millionen Brasilianer profitieren von dem vor fünf Jahren in Angriff genommen hat. Die "Bolsa Família" ist ein "Conditional Cash Transfer Programme" und Kernstück der Sozialreformen des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Arme Familien werden mit diesem Programm monatlich mit geringen Gldbeträgen unterstützt; an die Auszahlung sind jedoch strikte Bedingungen geknüpft: Die Kinder müssen zumindest 85 Prozent der Schulzeit tatsächlich in der Klasse sitzen, Kleinkinder bis zu sechs Jahren alle Schutzimpfungen erhalten und Schwangere sowie stillende Mütter regelmäßig Gesundheitszentren besuchen. Die Idee dahinter: Nur wenn arme Kinder zur Schule gehen und gesund aufwachsen, haben sie eine Chance, es eines Tages besser zu haben als ihre Eltern.
Ob das funktioniert? Die Weltbank, die dieses Programm mit rund 6,2 Mrd. Dollar unterstützt, zieht in einem Zwischenbericht positive Bilanz. So sorge Bolsa Família dafür, dass mindestens 80 Prozent der ärmsten Kinder zur Schule gehen. Und auch das United Nations Development Programme lobt Lulas Prestigeprojekt in einer neuen Studie. Bolsa Família sei "so gut organisiert, dass es auch mit einem kleinen Anteil am Volkseinkommen einen wichtigen Beitrag geleistet hat, die Ungleichheit zu senken." Das Programm kostet rund 2,5 Prozent von Brasiliens Budget beziehungsweise 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Allerdings mahnt die UNO Reformen des Arbeitsmarktes und des Pensionssystems ein, das Staatsdiener krass bevorzugt. Sonst sei keine "substanzielle Verringerung der Ungleichheit möglich". Denn abseits von Errungenschaften der linken Regierung ringt Brasilien mit der Überregulierung.


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Einzelhandelsumsatz in Brasilien
zieht um 9,4 Prozent an
Brasília, April 2007 - Brasiliens Einzelhandelsumsätze sind im Februar um 9,4 Prozent gestiegen. Im Januar hatte sich gegenüber dem Vorjahr noch ein Zuwachs von 8,5 Prozent ergeben. Die Erwartungen der Volkswirte hatten laut „Bloomberg“ bei einem Anstieg um 8 Prozent gelegen. Für die robuste Entwicklung des Konsums in Brasilien wird vor allem die boomende Inlandskonjunktur verantwortlich gemacht. Diese wird unter anderem von dem deutlich gesunkenen Zinsniveau beflügelt, das die Kredite von Unternehmen und Privatleuten verbilligt. Der brasilianische Leitzins, der sich im Herbst 2005 noch bei 19,75 Prozent befunden hatte, liegt mittlerweile „nur noch“ bei 12,75 Prozent.

Lufthansa kauft in Brasilien

Frankfurt, April 2007 - Die Lufthansa baut ihre Regionalflotte aus. Der Aufsichtsrat habe der Bestellung von 45 Kurzstreckenflugzeugen zugestimmt, teilte die Deutsche Lufthansa mit. Von Ende 2008 an werde die Fluglinie 30 Regionalflugzeuge der Embraer 190-Familie erhalten. Die Embraer-Jets, die als Konkurrenten des kleinen Airbus-Modells A318 gelten, verfügen über rund 100 Sitze.
Der Listenpreis für alle 45 Maschinen betrage rund 1,7 Milliarden Dollar, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Die neuen Flieger sollten für die Regionaltöchter im Europaverkehr und für Zubringerflüge eingesetzt werden.


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WM 2014 in Brasilien
Zürich/Brasília, April 2007 - Brasiliens Fußball-Verband (CBF) hat beim Internationalen Fußball-Verband (FIFA) seine Bewerbungs- Vereinbarung übergeben, mit der er sein Interesse an der Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2014 offiziell bestätigt.
Die FIFA teilte dazu in Zürich weiter mit, dass die erforderlichen Dokumente eingegangen seien. Nach dem erfolgten Rückzug Kolumbiens ist Brasilien der einzige verbliebene Bewerber um die Ausrichtung der WM-Endrunde, die in sieben Jahren in Südamerika stattfinden soll.
Der CBF hat nun bis Ende Juli Zeit, das vollständige Kandidatur-Dossier, das auch alle notwendigen Regierungsgarantien umfassen muss, zusammenzustellen. Der weitere Fahrplan des Bewerbungsverfahrens sieht vor, dass die FIFA im September dieses Jahres den Inspektionsbesuch in Brasilien durchführen wird, worauf die Inspektionsgruppe bis zum 1. November den entsprechenden Bericht fertig stellen wird. Die Ernennung des WM-Ausrichters 2014 durch das FIFA-Exekutivkomitee soll im November dieses Jahres erfolgen.



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AUTOMEC-Messe 2007
São Paulo, 2007 - Vom 10. bis 14. April 2007 findet in Brasilien die AUTOMEC statt, die bedeutendste Automobilzuliefermesse in Südamerika und eine der wichtigsten weltweit. Die deutsche Zulieferindustrie wird mit einem Deutschen Gemeinschaftsstand vertreten sein,der aus Mitteln des BMWA durchgeführt und von der Messegesellschaft Internationale Messe Stuttgart sowie dem Verband der Automobilindustrie realisiert wird.

Verwirrung über den Stand des Atomabkommens
São Paulo, Februar 2007 - Im Jahr 1975 unterzeichneten der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und der Chef der brasilianischen Militärregierung General Ernesto Geisel ein Nuklearabkommen. Die Brasilianer wollten damals ihr Land ins Atom-Zeitalter katapultieren, Deutschland sein Know-how in Sachen Atomenergie verkaufen. Doch dann beschloss Deutschland vor sechs Jahren den Atomausstieg. Im November 2004 hätte die damalige Regierungskoalition auch das Nuklearabkommen mit Brasilien kündigen können.
Angra dos Reis In diplomatischen Gesprächen mit der brasilianischen Regierung zu dem Thema Ende 2004, nachdem das Abkommen zum letzten Mal um weitere fünf Jahre verlängert wurde, äußerte die damalige Bundesregierung den Wunsch nach Überprüfung der Optionen, das Nuklear-Abkommen durch einen Vertrag im Bereich erneuerbarer Energien ersetzt werden könne, sagt Mützenich. Nach der Regierungserklärung Lulas sieht es heute jedoch aus, als ob Brasilien seine Auffassung geändert hat und nunmehr auf eine Fortsetzung einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Atomenergie drängt. 2004 hatten 18 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, darunter auch Greenpeace, die rot-grüne Bundesregierung aufgefordert, das Abkommen zu kündigen. Doch die deutsche Regierung kündigte den Atom-Vertrag mit Brasilien nicht, obwohl sie sich in Deutschland entschlossen hatte, aus der Kernenergie auszusteigen. Das deutsch-brasilianische Abkommen von 1975 sah ursprünglich vor, bis 1990 gemeinsam acht Atomkraftwerke in Brasilien zu errichten. Ein erstes Kernkraftwerk in Angra dos Reis bei Rio de Janeiro war noch mit US-amerikanischer Hilfe errichtet worden. Nun sollten die Deutschen mit Hilfe der staatlichen deutschen Exportkredit-Sicherung Hermes zwei weitere Kraftwerke Angra II und Angra III bauen. 17 Jahre später als geplant ging im Jahr 2000 Angra II ans Netz. Aus Angra III, dem zweiten "deutschen" Kernreaktor in Brasilien, ist bis heute nichts geworden. Seit dem Wechsel von einer rot-grünen Regierung zur großen Koalition zwischen Sozialdemokraten und Konservativen in Deutschland setzen sich zumindest Teile der Bundesregierung wieder für einen Ausbau der Atomenergie ein.


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Brasilien droht zurückzufallen
New York/São Paulo, Februar 2007 - Die Bedingungen für Wachstum haben sich nach einer Studie von Goldman Sachs in anderen Schwellenländern besser entwickelt als in Brasilien. Vor allem der aufgeblähte Staatssektor, hohe Schulden und Steuern lähmen. Selbst im Vergleich zu seinen Nachbarn ist Brasilien in den vergangenen Jahren nur unterdurchschnittlich gewachsen. Dabei zählte Lateinamerika in den vergangenen Jahren zu den schwächsten Wachstumsregionen, schwächer beispielsweise als Afrika. Ob die größte Volkswirtschaft in Lateinamerika die Wende schafft, hängt vor allem davon ab, ob Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, in seiner zweiten Amtszeit wachstumsorientierte Reformen durchsetzen kann. Lula hat angekündigt, das Wachstum Brasiliens auf fünf Prozent steigern zu wollen. Dabei könnte ihm helfen, Eine relativ geringe Inflation von ca. drei Prozent liegt und möglicherweise gleichbleibender geringer Preisdruck könnten das Wachstum unterstützen. auch in diesem Jahr niedrig zu bleiben verspricht.
Bovespa Auch der Emerging-Markets-Experte Oliver Stönner von Cominvest Asset Management rechnet deshalb mit einer Wachstumsbeschleunigung in diesem Jahr. Allerdings könne es einen realwirtschaftlich fundierten Aufschwung erst geben, wenn die Strukturprobleme angepackt würden. Nach Ansicht von Goldman Sachs zählen folgende Probleme zu den gravierendsten des 186 Millionen Einwohner zählenden Staates:
Die brasilianische Staatsverschuldung gehört - obwohl gesunken - mit 71,8 Prozent des BIP auch 2006 zu den höchsten der BRIC-Länder; Gleiches gilt für die Steuerbelastung. Die Staatsausgaben sind im vergangenen Jahr auf rund 19 Prozent gestiegen, von knapp 17 Prozent im Jahr 2003 aufgrund etwa eines höheren Mindestlohns. Brasilien investiert deutlich weniger als China und Indien bezogen auf das BIP. Im Zehnjahresvergleich waren es in China im Schnitt 36,3 Prozent und in Indien 25,9 Prozent. Brasilien investierte nur jeden fünften Real. Insbesondere der Staat steckte wenig in die Infrastruktur. Die Sparrate ist im BRIC-Vergleich ebenfalls niedrig. Brasiliens Wirtschaft ist deutlich geschlossener als die der asiatischen Tigerstaaten. Während in China der Anteil der handelbaren Güter bei rund zwei Dritteln des BIP und in Russland bei über 41 Prozent liegt, machen die handelbaren Güter in Brasilien weniger als ein Viertel des BIP aus. Bei der Arbeitsproduktivität ist Brasilien zurückgefallen. Hier dürfte vor allem das schlechte Bildungssystem schuld sein.


Lulas Wirtschaftsprogramm lockt Anleger
São Paulo, Februar 2007 - Der wiedergewählte brasilianische Präsident Lula da Silva hat klargestellt, dass Investitionen in die Infrastruktur des Landes in seiner zweiten Amtszeit oberste Priorität haben sollen. Daraufhin haben die Aktien der betroffenen Branchen deutlich zugelegt. Energie-, Logistik- und Transportunternehmen, die Bauwirtschaft und deren Zulieferer werden Analysten zufolge von der neuen Linie profitieren. Woher die Regierung das Geld nehmen will ist unklar: Von den 180 Mrd. Euro Investitionsvolumen bis 2010 will der Staat nur 25 Mrd. Euro aus eigenem Budget beisteuern. Dennoch sind Analysten zuversichtlich, dass die Regierung in der zweiten Amtszeit mehr bewegen wird als zuvor, wenn sie sich diesmal auf dieses Thema konzentriert. In der Baubranche sind die Aktien von Zulieferern wie dem Stahlkonzern Gerdau oder den Baumaterialanbietern Duratex und Eternit in den letzten Tagen kräftig gestiegen. Kurspotenzial schreiben Experten auch Stromkonzernen wie CESP, CPFL oder Eletrobras zu. Lula will den Bau neuer Kraftwerke anregen: Bessere Finanzierungsmöglichkeiten sollen Investoren zum Bau von Wasserkraftwerken im Amazonas und von kleineren Thermokraftwerken im ganzen Land anregen.

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Emirates fliegt nach Brasilien

Dubai/São Paulo, Januar 2007 - Ab 1. Oktober 2007 nimmt Emirates die brasilianische Finanzmetropole Sao Paulo als erste Destination in Südamerika in ihr globales Streckennetz auf.
Der Flug von Dubai nach Sao Paulo ist die erste Verbindung überhaupt aus dem Mittleren Osten nach Südamerika. Bedient wird die neue Strecke sechsmal wöchentlich mit neuesten Jets vom Typ Boeing 777-200LR, von denen ab Sommer dieses Jahres zehn Maschinen an Emirates ausgeliefert werden.


Abschaffung des US-Dollar als Mittlerwährung im regionalen Handelsaustausch
Buenos Aires/Brasília, Januar 2007 - Der Güteraustausch zwischen Argentinien und Brasilien soll in Zukunft in den regionalen Währungen verrechnet werden. Die Präsidenten der Zentralbanken, Argentiniens Martín Redrado und Brasiliens Henrique Meirelles, wollen am 2. Februar weitere Fakten in diese Richtung schaffen. Der paraguayische Außenminister Rubén Ramiréz erklärte, dass sein Land über einen Beitritt nachdenkt. Den Plänen zufolge soll die US-Währung spätestens im Juli nicht mehr den Warenaustausch regeln. Das Thema wird auch auf der Tagesordnung bei dem am 16. Januar stattfindenden Gipfeltreffen der Staatschefs des Mercosur - Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay - stehen. Die Mitgliedschaft Venezuelas ist noch im Ratifizierungsprozess.


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Brasilien legt neue Regeln für Produktion und Exporte von Obst fest
Brasília, November 2006 - Das Ministerium für Land- und Viehwirtschaft informierte über neue Qualitätsnormen, die für den Export von Obst in die EU festgesetzt wurden. Damit sollen die Verkäufe dieser Produkte, die über 1.000 Millionen Dollar Devisen pro Jahr einbringen, gesichert werden. Die Erzeuger als Teil des Nationalen Plans für Sicherheit und Qualität der Produkte pflanzlichen Ursprungs zum so genannten System der integrierten Produktion verpflichtet. Mit diesem System soll durch Überwachung der Anbauverfahren und Nachprüfung der verwendeten Produkte die Produktion von Qualitätsfrüchten gewährleisten.

VW will eine Milliarde Euro in Brasilien investieren
São Paulo, Oktober 2006 - In den kommenden Jahren will Volkswagen umgerechnet rund 960 Millionen Euro in Brasilien investieren. Mit dieser Investitionssumme im Zeitraum 2007 bis 2011 sei die Zukunft von Volkswagen im größten südamerikanischen Land gesichert, sagte der Chef von Volkswagen do Brasil, Hans-Christian Maergner, auf dem Automobil-Salon in São Paulo. Die Investitionen sollen nach seinen Angaben in neue Modelle für den brasilianischen Markt fließen.
Volkswagen hatte erst im September in Brasilien einen Konflikt mit den Gewerkschaften um einen Sparplan beilegen können. Die VW-Führung hatte ihre Sparpläne mit dem hohen Wechselkurs der Landeswährung, gestiegenen Rohstoffkosten und gesunkenen Exportaussichten begründet. Der Konzern will in den nächsten Jahren knapp 6000 Stellen in dem Land abbauen. Dagegen hatte sich die Belegschaft im Werk von Anchieta bei
São Paulo, dem größten und ältesten der insgesamt fünf VW-Standorte in Brasilien, mit einem 17-tägigen Streik gewehrt. Schließlich wurde jedoch eine Vereinbarung erzielt, wonach im Werk Anchieta in den nächsten Jahren 3600 Stellen wegfallen werden, wobei gestaffelte Abfindungen gezahlt werden sollen. Im Gegenzug hatte VW Millioneninvestitionen in die Werke versprochen.
Volkswagen ist größter Autobauer Brasiliens und bietet auf dem dortigen Markt derzeit 16 Modelle an. Im ersten Halbjahr 2006 hat VW do Brasil mit ca. 25000 Beschäftigten mehr als 450.000 Autos produziert.
Der brasilianische VW-Chef Maergner wird Ende des Jahres in den Ruhestand gehen. VW gab bekannt, dass der bisherige Leiter des Slowakei-Geschäfts, Thomas Schmall, sein Nachfolger wird. Außerdem teilte der Konzern mit, dass der frühere österreichische Bundeskanzler Viktor Klima zum Jahreswechsel die Leitung der Geschäfte in Südamerika übernimmt. Der 59-Jährige ist bislang Präsident von VW Argentinien
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Höchstsatz der Einkommensteuer von 27,5 Prozent in Brasilien ist verfassungsgemäß
Brasília, Oktober 2006 - Das oberste Bundesgericht STF (Supremo Tribunal Federal) hat die Klage gegen ein Gesetz der Regierung Lula abgewiesen, welches die Bundessteuergesetze änderte, dabei aber die Steuersätze (gestaffelt in Stufentarife: 0 Prozent; 15 Prozent; 27,5 Prozent) zur Ermittlung der Einkommensteuer unverändert ließ. Das Gesetz ist damit verfassungsgemäß. Nach Ansicht der Kläger hatte das Gesetz die Verminderung des (höchsten) Stufentarifs bei der Einkommensteuer natürlicher Personen von 27,5 Prozent auf 25 Prozent, dem entsprechenden Stufentarif bei der Körperschaftsteuer verhindert; sie hatten auf dieser Grundlage die Aussetzung der Anwendung des Gesetzes bis zu einer endgültigen gerichtlichen Klärung beantragt.

Brasilien, Indien und Südafrika wollen Atomkraft-Kooperation
Brasília, September 2006 - Brasilien, Südafrika und Indien wollen bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie zusammenarbeiten. Dies solle unter der Federführung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA geschehen, erklärten die Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva und Thabo Mbeki sowie der indische Regierungschefs Manomohan Singh Anfang September in Brasilia. Es war das erste Gipfeltreffen seit Gründung einer informellen Gruppe zur politischen Koordination zwischen den drei Staaten. In einer Erklärung unterstrichen sie ihr Recht, Atomenergie zu friedlichen Zwecken nutzen zu dürfen. Indien verfügt über Atomwaffen, die beiden anderen Ländern lediglich über Nuklearreaktoren. Südafrika hat sein Atomwaffenarsenal abgerüstet, das das Apartheidregime heimlich angelegt hatte.

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Petrobras und Gazprom streben Joint Venture an
São Paulo/Moskau, Juli 2006 - Der brasilianische Energiekonzern Petrobras gab bekannt, dass der Bau der Gaspipeline von Venezuela nach Brasilien, Chile und Argentinien zu den Projekten gehört, bei denen das russische Erdgasförderunternehmen Gazprom mitwirken soll. Derzeit befindet sich das Projekt noch in Planung.
Gazprom habe viel Erfahrung beim Bau sehr langer Pipelines, so Petrobras. Des weiteren sagte die Petrobras, dass das Unternehmen mit der Offshore-Exploration im Schwarzen Meer begonnen hat.


Red Hat eröffnet Filialen in Argentinien und Brasilien
Buenos Aires, São Paulo, Mai 2006 - Red Hat, der führender Anbieter von Open Source-Lösungen für Unternehmen, expandiert in Südamerika. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Sao Paulo und Buenos Aires eröffnet. An beiden Standorten übernimmt Red Hat die Betriebe seines Master Distributors. Red Hat verfügt nun erstmals über eine starke, direkte Unternehmenspräsenz in Lateinamerika und setzt vor Ort Support-, Schulungs- und Verkaufsaktivitäten sowie spezielle, regionale Angebote um. Red Hat war schon bisher in Lateinamerika gut aufgestellt und betreut unter anderem Kunden wie Serpro, Poder Judicial de Perú, Buenos Aires Ministry of Health, Bradesco. Mit der Eröffnung eigener Zweigstellen in der Region soll die weitere Entwicklung direkter Kundenbeziehungen gefördert und das Partnerengagement ausgeweitet werden.

Brasilien startet die Produktion von Halbleitern
Brasília. Brasilien will in die Herstellung von Halbleitern einsteigen. Brasilianische Behörden wollen in Kürze Pläne für einen Industriepark vorstellen. In Minas Gerias soll auf 990 Hektar eine neue Halbleiter-Industrie entstehen, berichten US-Medien. Im "Minas Gerias Technological Park" will das Konsortium Companhia Brasileira de Semiconductores ab 2007 Hochspannungs-CMOS, BiCMOS und andere spezielle Produkte herstellen. In dem von der Regierung gesponserten Projekt 'Eldorado' ist daneben auch ein Design-Zentrum geplant, das einheimische und ausländische Chip-Designer anziehen soll. Motorola hat bereits Aktivitäten für Forschung und Entwicklung in Brasilien angekündigt. Experten in Industriekreisen geben dem Land gute Chancen, eine wesentliche Rolle in der Halbleiterindustrie zu spielen. Dadurch würde sich auch die Konzentration auf den asiatischen Raum etwas auflockern, was vor allem für die Halbleiterproduzenten von Vorteil wäre.

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Erleichterungen bei der Vergabe von Dauervisa an Investoren
Brasilia. In der Absicht, Brasilien für neue Investoren attraktiver zu machen, hat die Regierung Lula da Silva die zur Erteilung eines Dauervisums erforderliche Mindestinvestitionssumme von US-Dollar 200.000 auf US-Dollar 50.000 gesenkt. In Sonderfällen kann das Investitionsvorhaben sogar diese Mindesthöhe von US-Dollar 50.000 unterschreiten, falls mit seiner Umsetzung über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 10 neue Arbeitsplätze für Brasilianer entstehen und dies durch einen entsprechenden Beschäftigungsplan nachgewiesen wird.

Bras. Unternehmen entwickelt Flugzeug mit Alkoholmotor
Sao Paulo. Der Flugzeugbauer Neiva hat ein Kleinflugzeug entwickelt, das mit Alkohol betrieben wird. Der Flieger namens ,"Ipanema" wird vor allem in der Landwirtschaft zur Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommen und bringt 80 % Ersparnis gegenüber Benzinmotoren, da es ca. 7 Liter weniger Treibstoff pro Stunde verbraucht. Allerdings liegen die Anschaffungskosten des alkoholbetrieben Flugzeugs mit 267.547 Dollar um 6.000 Dollar höher als bei Benzinmotoren. Embraer, das in die Entwicklung dieses Flugzeuges eine Mio. Dollar investiert hat, erhielt dennoch bereits 69 Aufträge, um Benzinmotoren gegen solche alternative Motoren auszutauschen.

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Quellen: Brasilieninformation, Google News, UOL, Globo, Handelsblatt, Firmennews, eigene Recherche AGM



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