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Business-News:
Vereinbarung
über Strategische Partnerschaft der Schweiz mit Brasilien.
Bern, August 2008 - Bundesrätin Micheline
Calmy-Rey und der brasilianische Aussenminister Celso Amorim haben am
14.8.2008 ein Memorandum of Understanding über den Rahmen einer strategischen
Partnerschaft zwischen der Schweiz und Brasilien unterzeichnet. Die Schweiz
ist daran interessiert, mit einem aufstrebenden und zunehmend einflussreichen
Akteur der internationalen Politik wie Brasilien regelmässige Kontakte
zu pflegen. Das Memorandum of Understanding entspricht diesem aussenpolitischen
Interesse. Nachdem es der Bundesrat am 25. Juni 2008 genehmigt hatte,
ist es jetzt von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zusammen mit dem
brasilianischen Aussenminister Celso Amorim unterzeichnet worden.
Es schafft den Rahmen für eine strategische Partnerschaft der Schweiz
mit Brasilien, das heisst für eine Vertiefung des politischen
Dialogs und eine engere Zusammenarbeit auf Gebieten gemeinsamen Interesses.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind sehr gut und haben
sich in den letzten Jahren intensiviert, namentlich auch auf wirtschaftlichem
Gebiet. Angestrebt wird eine verstärkte Zusammenarbeit unter anderem
im Bereich der nuklearen Abrüstung und Nonproliferation, auf dem
Gebiet der Wissenschaft und Forschung, in der Kooperation in Drittländern
sowie im Rahmen der UNO, z. B. in der Förderung der Menschenrechte.
Brasilien steht vor weiteren Zinserhöhungen.
São Paulo, August 2008 - Die Währungshüter
in Brasilien stehen weiter unter Druck. Die Inflationsrate ist im Juli
auf 6,37 Prozent auf Jahressicht und auf 0,53 Prozent im Monatsvergleich
gestiegen. Der größte Beitrag sei erfahrungsgemäß
von den Nahrungsmittelpreisen gekommen, teilte das Team von Makro Research
der DekaBank mit.
Der Anstieg liegt im Rahmen der Erwartungen. Die Analysten von Bloomberg
hatten im Median einen Zuwachs auf 6,40 Prozent vorausgesagt. Etwa die
Hälfte des Anstiegs der Konsumentenpreise mache die Nahrungsmittelkomponente
aus, so die DekaBank. Zum Gesamtanstieg von 0,53 Prozent auf Monatssicht
steuerten diese 0,24 Prozentpunkte bei. Die Experten erwarten jedoch einen
deutlich nachlassenden Inflationsdruck bei den Nahrungsmittelpreisen in
den kommenden Monaten, was sich auch auf die Gesamtinflationsrate positiv
auswirken sollte.
Währenddessen versucht die brasilianischen Zentralbank (COPOM)
die Inflation mit Zinsanhebungen einzudämmen. Seit April wurden die
Zinsen um insgesamt 175 Basispunkte angehoben. Die DekaBank rechnet in
den nächsten drei Monaten mit einer erneuten Anhebung des Leitzinses
um 50 Basispunkte auf insgesamt 13,50 Prozent.
BASF baut Natriummethylat-Anlage in Brasilien.
Ludwigshafen, Mai 2008 - Die BASF
plant den Bau einer Anlage zur Herstellung von Natriummethylat
in Guaratinguetá, Brasilien, ihrem größten Standort
in Südamerika. Die Anlage mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen
pro Jahr soll 2010 in Betrieb gehen. Sie wird die erste für das Produkt
in Südamerika sein und soll vor allem den regionalen Markt versorgen.
Natriummethylat ist ein effizienter Katalysator für die Herstellung
von Biodiesel. Biodiesel hat sich in den vergangenen zehn Jahren als Alternative
zu Dieselkraftstoffen entwickelt und erfüllt die Forderung der Motorenhersteller
nach qualitativ hochwertigen Treibstoffen.
Wir erwarten, dass der weltweite Bedarf an Biodiesel in den nächsten
Jahren auf etwa 18 Millionen Tonnen jährlich anwachsen wird. Rund
15 Prozent dieser Menge wird in Südamerika hergestellt, sagt
Dr. Ulrich Büschges, Group Vice President der Globalen Geschäftseinheit
Anorganische Spezialitäten. Mit dieser Investition wollen wir
den wachsenden Bedarf unserer Kunden in Südamerika begleiten,
ergänzt Dr. Frank Prechtl, Business Manager Alkoholate.
Gesetzesvorgaben in Brasilien fordern, dass bis zum Jahr 2013 Treibstoff
3 Prozent Biodiesel enthalten muss. Danach erhöht sich der vorgeschriebene
Biodieselanteil im Treibstoff auf 5 Prozent. Argentinien will ab dem Jahr
2010 einen Biodieselanteil von 5 Prozent vorschreiben. Weitere Länder
in Südamerika wollen ähnlich vorgehen.
Deutsch-brasilianisches
Energieabkommen unterzeichnet.
Brasília, Mai 2008 - Bundeskanzlerin Angela
Merkel hat Brasilien bei Ihrem Besuch zu einer umweltfreundlichen Herstellung
von Biosprit aufgerufen: "Biokraftstoffe sind ein Weg zum Ersatz
von klassischen fossilen Energieträgern, aber nur, wenn sie nachhaltig
angebaut werden". Beide Länder unterzeichneten ein Abkommen
zur Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien und effiziente
Energienutzung, das laut laut Bundesumweltministerium keine konkreten
Lieferungen der umstrittenen Bio-Kraftstoffe vorsieht. Stattdessen soll
eine Arbeitsgruppe bilaterale Kriterien für die Produktion von Bio-Kraftstoffen
erarbeiten, damit für die Gewinnung von Ethanol kein Regenwald zerstört
wird. Umweltschützer und Entwicklungshelfer kritisieren, dass die
Produktion von Agrosprit in Brasilien zu Landvertreibungen, fortschreitender
Zerstörung des Regenwalds und erheblichen Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln
führt..
125
Millionen Handys in Brasilien registriert.
Brasília, April 2008 - Anatel
(Agência Nacional de Telecomunicações) teilte
mit, dass die Grenze von 125 Millionen Handys überschritten wurde.
Insgesamt wurden
im März dieses Jahres 125.811.000 Handys registriert. 80,87% davon
sind Handys die auf Basis der Vorauszahlung funktionieren. Allein im März
dieses Jahres wurden mit 1,6 Millionen neuen Handys ein absoluter Rekord
erreicht, dies entspricht einem Anstieg von 74,85% im Vergleich zum Vorjahr.
GfK
kauft weiteres Unternehmen in Brasilien.
Nürnberg, April 2008 - Das größte
deutsche Marktforschungsinstitut GfK,
das auch die TV-Einschaltquoten misst, ist wie angekündigt weiterhin
auf Einkaufstour und erwarb in Brasilien das Institut Shopping Brasil.
Damit liege man auf dem nationalen Markt Brasiliens auf Platz zwei. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die die GfK ein neues Rekordergebnis
verbucht . Demnach wuchsen die Erlöse um 4,5 Prozent auf 1,16 Milliarden
Euro. Das angepasste operative Ergebnis als zentrale Steuerungsgröße
stieg um 4,7 Prozent auf 157,6 Millionen Euro.
Brasilien:
Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns
Brasília, März 2008 - Mit
Wirkung vom 1. März 2008 wurde der gesetzliche Mindestlohn in Brasilien
von bisher 380 BRL auf nunmehr 415 BRL (ca. 163 Euro) je Monat angehoben.
Zum Vergleich: der durchschnittliche Brutto-Monatslohn eines Anwalts liegt
zwischen 3023,00 (Anfänger) und 6340,00 (Senior) Reais, der des Marketingleiters
eines mittelständigen Unternehmens Marketingleiter bei 11585,00 Reais
und Industrie-Facharbeiters bei 2.562 Reais. Eine Küchenhilfe verdient
durchschnittlich 650,00 Reais brutto im Monat.
Venezuela und Brasilien investieren 4 Mrd. USD in Raffinerie
São Paulo, März 2008 - Der venezolanische
Präsident Hugo Chavez und der brasilianische Präsident Lula
da Silva haben sich zu Gesprächen in Brasilien getroffen um über
eine gemeinsame Investition von 4 Mrd. USD in eine Raffinerie zu verhandeln.
Die Gespräche zum Bau einer solchen Raffinerie laufen seit 2005.
Die beteiligten Parteien Petrobras und PDVSA konnten sich seitdem nicht
einigen. Die Petrobras hatte bereits mit dem Bau der Raffinerie begonnen
und mitgeteilt, dass man diese Notfalls allein betreiben werde. Eine Sprecherin
der Petrobras sagte, dass nun eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet
worden sei. Ein finaler Vertrag steht noch aus. Die Raffinerie soll noch
2010 mit der Produktion beginnen, die anfängliche Kapazität
soll bei 200.000 Barrel/Tag liegen und dann bis auf 400.000 Barrel/Tag
gesteigert werden.
TAM
ordert 46 Flugzeuge bei Airbus
São Paulo, Januar 2008 - TAM
Brazilian Airlines hat eine Vorbestellung von insgesamt 46 Passagierflugzeugen
der Marke Airbus im Umfang von 6,9 Milliarden USD vorgenommen. Das Auftragsvolumen
der Bestellung beläuft sich auf. Bei den Maschinen handelt es sich
um 22 vom Typ A350 XWB, 4 von A330-200 und 20 aus der A320-Serie. Das
brasilianische Inlandsflugaufkommen ist in den letzten fünf Jahren
um 10 % angestiegen. TAM kontrolliert derzeit etwa 67 % des brasilianischen
Flugverkehr-Markts.
Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela beenden Mercosur-Gipfel
Montevideo, Dezember 2007 - Mit demonstrativer
Einigkeit haben sich die Staatschefs des südamerikanischen Bündnisses
Mercosur ("Gemeinsamer Markt des Südens") am Dienstag zum
Abschluss ihres 34. Gipfeltreffens in Uruguay präsentiert. Bisherige
Streitpunkte wie externe bilaterale Freihandelsabkommen einiger Mitgliedsländer
sind vorerst beigelegt.
Enorme
Öl- und Gasvorkommen in Brasilien entdeckt
Brasília, November 2007 - Der staatlich
kontrollierte brasilianische Ölkonzern Petrobras
teilte mit, dass das 250 Kilometer vor der Südostküste des Landes
neu entdeckte Ölfeld "Tupi" Vorkommen von fünf bis
acht Milliarden Barrel Öl sowie Erdgas berge. Das Feld "Tupi"
gehört zu 65 Prozent der staatlich kontrollierten Petrobras, zu 25
Prozent der britischen Gesellschaft BG und zu zehn Prozent der portugiesischen
Petrogal-Galp Energia. Zurzeit fördert Petrobras 1,9 Millionen Barrel
Öl am Tag. Das reicht, um Brasilien mit Öl zu versorgen. Das
Ölfeld vor der Küste würde die Vorkommnisse, über
die der Konzern verfügt, um die Hälfte steigern und ihm erlauben,
Öl in großem Maßstab zu exportieren. Allerdings liegt
das Feld "Tupi" unter sehr tiefem Wasser und die Förderung
lohnt sich nur, wenn der Ölpreis dauerhaft auf dem derzeitigen Niveau
bleibt.
Deutsche Mittelständler entdecken Brasilien neu
Berlin, November 2007 - Das Magazin "Wirtschaftswoche"
berichtet in der aktuellen Ausgabe ausführlich über Chancen
und Risiken eines Engagements in Brasilien. Die Grafik spricht dabei für
sich:
Hans Stern in Brasilien gestorben
Rio de Janeiro, Oktober 2007 - Der brasilianische
Edelstein-Händler Hans Stern ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Stern stammt ursprünglich aus Essen und flüchtete vor den Nationalsozialisten
zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Brasilien.
In Rio de Janeiro gründete er 1945 seinen ersten Edelsteinhandel
"H. Stern". 60 Jahre später gehört ihm der nach
Tiffany und Cartier drittgrößte Schmuckkonzern der Welt. Seine
Schmuckstücke und Uhren sind mit renommierten Design-Preisen ausgezeichnet
worden.
In Brasilien selbst betreibt seine Unternehmensgruppe 160 Boutiquen in
Eigenregie. Im Ausland ist H. Stern mit Franchise-Partnern tätig:
Rund 170 Geschäfte in 26 Ländern betreiben selbstständige
Händler. In der Branche wurde der Unternehmer "König der
Juwelen" genannt.
Neue
Gesetzesanweisung in Brasilien gefährdet Außenhandel
Brasília, Oktober 2007 - Im Außenhandel
aktive Unternehmen sehen sich in letzter Zeit vermehrt dem Risiko des
Einzugs ihrer Steuernummer CNPJ (Cadastro
Nacional das Pessoas Jurídicas) durch die brasilianische Bundes-Finanzverwaltung
(Receita
Federal) ausgesetzt. Die Regierung versucht, dem Phänomen der
"Caixa 2" im Import-/Exportgeschäft steuerlich beizukommen
und versucht den vor allem im so genannten Drawback-Verfahren, der Lohnveredlung
von vorübergehend ins Land verbrachten Waren, weit verbreiteten "Steuertricks"
zu begegnen. Dieses Mittel würde insbesondere dann angewendet, wenn
der betroffene Steuerpflichtige die Herkunft der Mittel für die Bezahlung
der Importe nicht nachweisen könne oder in Fällen, in welchen
der wahre Empfänger der importierten Waren verschleiert werden solle.
Ohne den Nachweis einer ordnungsgemäßen steuerlichen Registrierung
durch die Steuernummer CNPJ, ist ein Unternehmen in Brasilien jedoch gleichsam
nicht existent und wird über den Import und Export hinaus praktisch
die gesamte Außenhandelstätigkeit und deren zollrechtliche
Abwicklung eines Unternehmens während der Überprüfung lahm
gelegt. Die von Unternehmen eingereichten Anträge auf Gewährung
vorläufigen Rechtsschutzes gegen derartige Verfügungen der Finanzbehörden
haben meist erst in der zweiten Instanz Erfolg. Die Vorgehensweise kann
daher für viele Unternehmen den Konkurs bedeuten, d.h. sie werden
sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Ob der Versuch, der Steuerhinterziehung
Herr zu werden, Erfolg zeigen wird, ist daher mehr als fraglich.
Der
gläserne Autofahrer wird in São Paulo Realität
São Paulo, Oktober 2007 - Stadt und Bundesstaat
São Paulo haben in einem Vertrag mit der Siniav (Sistema
Nacional de Identificação Automática de Veículos)
vereinbart in allen Fahrzeugen einen elektronischen Registrierungs-Chip
zu installieren um auf diesem Weg eine bessere Kontrolle der Verkehrswege
zu erhalten. Die Installation der Chips oder auch Tags beginnt ab Mai
2008.
Dadurch wird São Paulo die erste Stadt Südamerikas, deren
Fahrzeuge über eine elektronische Identifikation verfügen. Wer
ohne diese Identifikation unterwegs ist, wird zukünftig eine Strafe
in Höhe von 127,00 Reais bezahlen müssen.
Die Kosten für die Installation wird von der Stadt getragen, die
diese durch die eingehenden Strafen finanzieren wird. Neue Fahrzeuge werden
automatisch mit dem neuen Chip bestückt werden. Die Tags werden die
Seriennummer des Fahrzeugs, das Nummernschild, die Chassis-Nummer und
den Renavan Code speichern. Damit will man gegen geklonte Fahrzeuge, Fahrzeuge
deren Besitzer noch Rückstände der IPVA vorweisen und gegen
noch unbezahlte Verkehrsstrafen vorgehen - außerdem sollen gestohlene
Fahrzeuge sofort aufgefunden werden. Die Regierung versichert, dass die
gewonnen Daten vertraulich gehalten würden.
Brasilianische
Konzernabschlüsse folgen internationalen Rechnungslegungsregeln
Brasília, Oktober 2007 - Die brasilianische
Wertpapieraufsichtsbehörde Comissão
de Valores Mobiliários (CVM) ermöglichte Kapitalgesellschaften,
deren Anteile auf öffentlichen Wertpapiermärkten gehandelt werden,
ihren Konzernabschluss für die Geschäftsjahre 2007 bis 2009
an Stelle der bislang zwingend anzuwendenden brasilianischen Konzernrechnungslegungsregeln
nunmehr gemäß den vom International Accounting Standards Board
(IASB) anerkannten internationalen Rechnungslegungsregeln zu veröffentlichen.
Ab 2010 wird die Offenlegung des Konzernabschlusses gemäß den
Regelungen des IASB verpflichtend. Der zusätzlich zum Konzernabschluss
offen zulegende Einzelabschluss der Muttergesellschaft, dessen Anteile
auf Börsen in Brasilien öffentlich gehandelt werden, ist dagegen
weiter ausschließlich auf der Grundlage brasilianischer Rechnungslegungsnormen
aufzustellen. Auch die Jahresabschlüsse aller anderen brasilianischen
Unternehmen, also insbesondere die einer "Limitada" ("Ltda.")
sind weiterhin ausschließlich nach brasilianischen Normen aufzustellen.
Da die Jahresabschlüsse nicht börsennotierter Gesellschaften
in Brasilien nicht der Finanzaufsicht der CVM unterliegen und auch weder
durch einen unabhängigen Abschlussprüfer geprüft noch offen
gelegt werden müssen, ist die Aussagefähigkeit der Abschlüsse
der großen Mehrheit der brasilianischen Unternehmen im internationalen
Vergleich eher begrenzt.
Die neue Richtlinie der CVM erklärt sich aus dem Erfordernis der
Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse brasilianischer Unternehmen,
die auf internationalen Kapitalmärkten tätig werden wollen,
mit den entsprechenden Abschlüssen anderer global agierender Unternehmen.
Autoboom
in Brasilien
São Paulo, Oktober 2007 - VW
do Brasil führt Sonderschichten ein, um die derzeitige ungewöhnlich
hohe Nachfrage auf dem Inlandsmarkt zu bedienen. Im Jahr 2007 werden in
Brasilien voraussichtlich 2,7 Millionen Fahrzeuge hergestellt werden.
Die Zahl der Neuzulassungen nahm in den ersten acht Monaten des Jahres
im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2006 um 27 Prozent zu.
In den VW-Werken soll bis Jahresende und
im ersten Halbjahr 2008 an allen Samstagen gearbeitet werden. Ein Gewerkschaftsvertreter
äußerte sich erleichtert, dass die Ende 2006 befürchteten
Massenentlassungen nun nicht nötig seien. Ende des vergangenen Jahres
hatte VW einen Umstrukturierungsplan bekannt gegeben, der den Abbau von
3.600 Stellen vorsieht. Der Plan war nach einem 17-tägigen Streik
mit den Personalvertretern ausgehandelt worden.
Seither hat VW Investitionen von 2,5 Milliarden Real (974 Mio. Euro) in
Brasilien bis 2011 angekündigt. Damit soll vor allem die Markteinführung
neuer Modelle finanziert werden.
Neuer
Linienflug Frankfurt - São Paulo
Frankfurt, São Paulo, September 2007 -
Ab Dezember fliegt die brasilianische Airline TAM
täglich um 22.30 Uhr von Frankfurt nach Sao Paulo. Die eingesetzte
Maschine vom Typ Airbus A340-500 verfügt über 225 Plätze
in der Economy und 42 in der Business Class. Aufgrund der Kooperation
mit Lufthansa bestehen Verbindungen zu allen deutschen LH-Flughäfen.
Die Airline, die bereits 2001-2002 eine Strecke nach Frankfurt unterhielt,
versucht nun die durch die Probleme der konkurrierenden Fluggesellschaft
Varig entstandene Lücke
zu nutzen. Es ist zu hoffen, dass die TAM-Flüge einen besseren Service
bieten, als dies derzeit bei den VARIG-Flügen nach Rio de Janeiro
der Fall ist.
Bei der TAM handelt
es sich um die derzeit führende Fluggesellschaft auf dem brasilianischen
Markt. Im April betrug der Marktanteil 50,7 Prozent. Die Fluggesellschaft
bedient 49 Zielorte in Brasilien. Darüber hinaus bestehen Abkommen
mit regionalen Airlines zu weiteren 26 nationalen Zielen. Der internationale
Marktanteil von TAM unter den brasilianischen Fluggesellschaften erreichte
im April 69,7 Prozent.
Renault will Billig-Auto
für Brasilien und Indien entwickeln
São Paulo, September 2007 - Nach Angaben
von Carlos Ghosn, dem Chef des französischen Autokonzerns Renault
soll speziell für den indischen und den brasilianischen Markt ein
sehr preiswertes Auto entwickelt werden, dessen Produktion in Indien 2500
Dollar (1800 Euro) kosten und das für 3000 Dollar verkauft werden
solle.
Wenn das Vorhaben gelinge, dessen Realisierung noch ein oder zwei Jahre
dauern werde, könne das Auto in mehreren Ländern hergestellt
werden, darunter auch in Brasilien. Seit Juli produziert und vermarktet
Renault in Brasilien sein Billig-Modell Dacia zum Preis von umgerechnet
etwa 10.600 Euro. Im Dezember will das Unternehmen außerdem eine
vollständig in Brasilien entwickelte und produzierte Limousine mit
dem Namen Sandero
anbieten, deren Preis noch nicht bekannt ist.
Verteidigungsetat Brasiliens soll 2008 um über 50 Prozent steigen
Brasília, September 2007 - Präsident
Lula da Silva hat angekündigt, den Verteidigungshaushalt von derzeit
drei Milliarden US-Dollar im kommenden Jahr auf 4,62 Milliarden US-Dollar
anzuheben. Zu diesem Zweck sollen nun eine Kommission gegründet werden,
die die Ziele festlegt, und vom Verteidigungsministerium binnen eines
Jahres einen Aktionsplan ausgearbeitet werden.
Auf diese Weise soll der vor kurzem proklamierte neue wirtschaftspolitische
Kurs unterstützt werden und die Sektoren Automobil, Werften, Eisenbahnen
und Gesundheit direkt profitieren. Die Regierung von Lula da Silva hat
sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Produktion in Brasilien weiter
zu stärken, Technologiezentren neu zu gründen und zu fördern,
die Importe zu reduzieren und so das Land in eine "Exportplattform"
zu verwandeln. Ob weitere Bürokratie und politische Aufwertung der
Militärs dazu die richtigen Mittel sind, darf angesichts der Korruptionsprobleme
Brasiliens allerdings bezweifelt werden.
Handelsbilanzdefizit Argentiniens mit Brasilien wächst
Brasília/Buenos Aires, August 2007 - Das
Handelsbilanz-Defizit Argentiniens mit Brasilien wächst weiter. Im
Juli ergaben sich für Argentinien rote Zahlen von 415 Millionen US-Dollar.
Die argentinischen Exporte in das Nachbarland erreichten im Juli ein Volumen
von 896 Millionen US-Dollar, das sind 8,6 Prozent mehr als im Juni und
15,3 Prozent mehr als im Juli 2006. Die Importe vom wichtigsten Handelspartner
in der Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay,
Uruguay, Venezuela) hatten einen Wert von 1,31 Milliarden US-Dollar. Das
entspricht einem Plus im Vergleich zum Juni von 12,2 Prozent, verglichen
mit Juli 2006 ergibt sich ein Anstieg von 15,7 Prozent. Die Bilanz mit
Brasilien ist aus argentinischer Sicht nun schon seit 50 Monaten negativ.
Akkumuliert auf das laufende Jahr ergibt sich bisher ein Minus von 2,025
Milliarden US-Dollar.
Flugzeugkatastrophe in
São Paulo
São Paulo, Juli 2007 - Die seit Monaten
anhaltenden Probleme des Luftverkehrssystems kulminierten nun leider im
bisher wahrscheinlich schwersten Flugzeugunglück in Brasilien. Ein
Airbus A320 der brasilianischen Fluggesellschaft TAM
war bei der Landung mitten in der Millionenmetropole über die regennasse
Landebahn hinausgeschossen, über eine Hauptstraße gerutscht
und in eine Tankstelle und ein Geschäftsgebäude gerast. Dabei
sind nach Schätzungen der Feuerwehr in São Paulo etwa 200
Menschen ums Leben gekommen.
EU
und Brasilien Vorreiter bei Biokraftstoffen
Lissabon/Brüssel, Juli 2007 - EU-Kommissionspräsident
José Manuel Barroso kündigte verstärkte Anstrengungen
der EU für bessere Grundlagen bei der Nutzung von Biokraftstoffen
an. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva
rief die Welt zu einer "solidarischen Partnerschaft" bei Entwicklung
und Verbreitung von Biokraftstoffen auf. Sowohl Barroso als auch Lula
betonten die Bedeutung einer nachhaltigen Produktion von Biokraftstoffen.
Lula lud zu einer Konferenz über das Thema im Juni 2008 nach Rio
de Janeiro ein. Der portugiesische Regierungschef und EU-Ratspräsident
José Sócrates bemerkte, nachhaltig hergestellte Biokraftstoffe
seien langfristig die beste Art und Weise, für eine klimafreundliche
Energiesicherheit zu sorgen. Sein Land wolle bis 2010 den Anteil von Biokraftstoffen
am Kraftstoffverbrauch auf zehn Prozent erhöhen. Die Europäische
Union insgesamt hat sich dieses Ziel erst für 2020 gesetzt. Brasilien
zählt bei den Biokraftstoffen zu den führenden Nationen. Der
brasilianische Präsident bemerkte, die positiven Erfahrungen mit
Biokraftstoffen in Brasilien könnten auch Entwicklungsländer
in Afrika oder der Karibik machen, allerdings müssten dazu die hohen
Zölle auf Biokraftstoffe abgeschafft werden.
Strategische
Partnerschaft zwischen EU und Brasilien
Lissabon, Juli 2007 - Auf einem gemeinsamen Gipfeltreffen
in Lissabon haben die EU und Brasilien eine intensive Zusammenarbeit auf
politischem und wirtschaftlichem Gebiet vereinbart. Eine ähnlich
enge Kooperation gab es bisher nur zwischen der EU und den USA, Kanada,
Russland, China, Indien und Südafrika. Schon jetzt ist Brasilien
Haupthandelspartner der EU in Lateinamerika. 2006 belief sich der Handelsaustausch
zwischen den beiden Partnern auf 50,5 Mrd. Dollar, wobei Brasilien Waren
und Dienstleistungen für 30 Mrd. Dollar nach Europa verkaufte. Besonderes
Interesse hat die EU an einer Zusammenarbeit in Energiefragen, da Brasilien
neben den USA weltgrößter Produzent von Biodiesel ist und bei
alternativem Treibstoff eine Vorreiterrolle einnimmt. Auch der Umweltschutz
und die außenpolitische Zusammenarbeit im Rahmen der Uno sollen
gefördert werden. "Dies ist ein Meilenstein", sagte Außenkommissarin
Benita Ferrero-Waldner, die sich seit langem für die Zusammenarbeit
mit Brasilien einsetzt.
Die EU und Brasilien haben außerdem über Möglichkeiten
beraten, um aus der Sackgasse der WTO-Verhandlungen herauszufinden. Beide
Seiten hätten die Absicht, die Doha-Verhandlungsrunde zu retten,
sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zum Abschluss
eintägiger Verhandlungen mit dem brasilianischen Präsidenten
Luiz Inacio "Lula" da Silva Anfang Juli 2007. Die Positionen
seien gar nicht so weit auseinander, wie es oft scheine. Brasilien und
andere Entwicklungsländer fordern von der EU und den USA einen drastischen
Abbau von Agrarsubventionen und Zöllen, um einen besseren Marktzugang
für ihre landwirtschaftlichen Produkte auf dem Weltmarkt zu erreichen.
Die EU lehnt dies bisher ab, um die Bauern in den Mitgliedsländern
zu schützen. Umgekehrt verlangten Washington und Brüssel von
Brasilien, Indien und anderen Schwellenländern, ihre Märkte
mehr als bisher für Industrieprodukte und Dienstleistungen zu öffnen.
Emissionszertifikate in
Brasilien
New York/Brasília, Juli 2007 - Nach Schätzungen
von Finanzanalysten wird der Handel mit Emissionszertifikaten bis zum
Jahr 2012 weltweit ein Geschäftsvolumen von bis zu 10 Milliarden
US-Dollar umfassen und etwa 1/6 davon auf Brasilien entfallen. Bereits
im Jahr 2003 wurde bei der brasilianischen
Zentralbank aus der Privatwirtschaft heraus ein Antrag auf Registrierung
von Devisenzuflüssen aus der Veräußerung derartiger Emissionszertifikate
(Certificados de Emissões Reduzidas) gestellt. Die Zentralbank
empfahl im März 2005, den Devisenzufluss als aus dem Export von
Dienstleistungen stammend anzumelden. Nichtsdestotrotz besteht bis
heute Unklarheit hinsichtlich der steuer- und devisenrechtlichen Beurteilung
von Emissionszertifikaten. Juristen sind in der Regel der Ansicht, dass
es sich hierbei um ein Recht und damit um einen immateriellen Vermögensgegenstand
handelt. Demzufolge wäre die Veräußerung eines Emissionszertifikates
als Übertragung eines Rechts zu werten, die als solche nicht der
Besteuerung unterläge, während der Mittelzufluss aus der Veräußerung
Umsatz im Sinne des Einkommen- und Verkehrsteuerrechts generieren würde.
Die an der Diskussion beteiligten Exekutivorgane - Zentralbank, Finanz-
und Wirtschaftsministerium - sind bis heute zu keinem Ergebnis gelangt.
Zwar wurde bereits 2004 ein Gesetzentwurf zur Gewährung von Steuervergünstigungen
für umweltfreundliche Investitionen vorgelegt, in dem auch die Emissionszertifikate
enthalten sind. Dieser Gesetzentwurf befindet sich aber immer noch beim
zuständigen Finanzausschuss, der sich Mitte Mai 2006 negativ zur
Verträglichkeit und Tauglichkeit des Entwurfs in steuer- wie haushaltsmäßiger
Hinsicht äußerte. Der Gesetzesentwurf konnte damit nicht vorangebracht
werden, obwohl ihn sowohl Umweltverbände wie auch Steuerexperten
positiv beurteilt hatten. Es ist daher zweifelhaft, ob es der brasilianischen
Regierung in absehbarer Zeit gelingt, eine solide Rechtsgrundlage für
den Handel mit Emissionszertifikaten zu schaffen.
Gesetzliche
Sozialversicherung in Brasilien: Anpassung der Arbeitnehmerbeiträge
Brasília, Juni 2007 - Die Arbeitnehmerbeiträge
und der Beitragsbemessungsgrenze für den Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen
Sozialversicherung INSS (Instituto
Nacional de Seguridade Social) in Brasilien wurden angehoben: Ab einem
über der Beitrags-Bemessungsgrenze liegenden Arbeitsentgelt von BRL
2.894,28 (ca. 1055 Euro) je Monat beträgt der Arbeitnehmeranteil
zur gesetzlichen Sozialversicherung demnach BRL 318,37 (ca. 115 Euro)
pro Monat. Für den Anteil des Arbeitgebers zur gesetzlichen Sozialversicherung
existiert hingegen keine Beitragsbemessungsgrenze. Der Arbeitgeber hat
also im Regelfall einen Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 28,8 Prozent
der Bruttolohnsumme zu entrichten. Darüber hinaus sind weitere 8
Prozent der Bruttolohnsumme in den so genannten Abfindungsfonds FGTS (Fundo
de Garantia do Tempo de Serviço) einzubezahlen.
Starker
Real fördert Einfuhr von Konsumgütern: Brasiliens
Importe steigen weiter
Brasília, Juni 2007 - Brasilien durchlebt
derzeit einen regelrechten Importboom. Bereits 2006 stiegen die Einfuhren
um 24% und auch im 1. Quartal 2007 konnten ähnlich hohe Wachstumsraten
erzielt werden. Im laufenden Jahr wird erstmals die Schwelle von 100 Mrd.
US$ durchbrochen. Von dieser Entwicklung profitieren besonders Lieferanten
von Konsumgütern und Produzenten in Asien. Auf der anderen Seite
lässt die Dynamik der Exporte nach, da für deren Steigerungsraten
Preissteigerungen für Rohstoffe verantwortlich sind.
ThyssenKrupp
expandiert in Süd-Brasilien
São Paulo, Juni 2007 - ThyssenKrupp
will in Brasilien für vier Milliarden Dollar (knapp drei Milliarden
Euro) ein neues Stahlwerk errichten. Nach Angaben der Nationalen Bank
für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (BNDES) wird sie sich
mit 18 Prozent an dem Projekt beteiligen. Es handelt es sich jedoch um
ein Gemeinschaftsprojekt von ThyssenKrupp und dem brasilianischen Unternehmen
Companhia Vale do Rio Doce, an dem die Deutschen mit 90 Prozent beteiligt
sind.
Der Baubeginn ist für 2009 vorgesehen.
Nach seiner Fertigstellung soll das Stahlwerk im südöstlichen
Bundestaat Rio de Janeiro den Planungen zufolge bis zu fünf Millionen
Tonnen Stahl pro Jahr produzieren. Das Werk soll zudem einen eigenen Hafen
für die Kohlelieferungen und den Export des fertigen Stahls erhalten.

Brasilien plant acht neue Atomkraftwerke
Rio de Janeiro, Juni 2007 - Der Chef des staatlichen
Energieversorgers Eletronuclear,
Pinheiro, kündigte an, dass zur Deckung des Energiebedarfs Brasilien
in den kommenden rund 20 Jahren acht Atomkraftwerke bauen werde. Das erste
davon soll 2012 oder 2013 in der Region um Rio de Janeiro errichtet werden,
weitere zwei 2017 in der Region Nordeste im Nordosten des Landes.
Brasilien
verletzt Handelsregeln bei Gebrauchtreifen
Genf, Juni 2007 - Die Welthandelsorganisation
(WTO) hat Brasilien
der Verletzung internationaler Handelsregeln beschuldigt. Grund: Das südamerikanische
Land behindert den Import gebrauchter Reifen aus Europa. Zu Gebrauchtreifen
zählen auch Runderneuerte, der Vorwurf: Brasilien schützt mit
dieser Maßnahme die einheimische Runderneuerungsindustrie. Im Übrigen
erlaubt das Land den Import von Gebrauchtreifen aus anderen südamerikanischen
Ländern, was eine Diskriminierung der europäischen Exporteure
gebrauchter Reifen bedeutet.
UNO lobt Sozialpolitik
Lulas- und fordert weitere Reformen
New York, April 2007. Rund 46 Millionen Brasilianer
profitieren von dem vor fünf Jahren in Angriff genommen hat. Die
"Bolsa
Família" ist ein "Conditional Cash Transfer Programme"
und Kernstück der Sozialreformen des brasilianischen Präsidenten
Luiz Inácio Lula da Silva. Arme Familien werden mit diesem Programm
monatlich mit geringen Gldbeträgen unterstützt; an die Auszahlung
sind jedoch strikte Bedingungen geknüpft: Die Kinder müssen
zumindest 85 Prozent der Schulzeit tatsächlich in der Klasse sitzen,
Kleinkinder bis zu sechs Jahren alle Schutzimpfungen erhalten und Schwangere
sowie stillende Mütter regelmäßig Gesundheitszentren besuchen.
Die Idee dahinter: Nur wenn arme Kinder zur Schule gehen und gesund aufwachsen,
haben sie eine Chance, es eines Tages besser zu haben als ihre Eltern.
Ob das funktioniert? Die Weltbank, die dieses Programm mit rund 6,2 Mrd.
Dollar unterstützt, zieht in einem Zwischenbericht positive Bilanz.
So sorge Bolsa Família dafür, dass mindestens 80 Prozent der
ärmsten Kinder zur Schule gehen. Und auch das United Nations Development
Programme lobt Lulas Prestigeprojekt in
einer neuen Studie. Bolsa Família sei "so gut organisiert,
dass es auch mit einem kleinen Anteil am Volkseinkommen einen wichtigen
Beitrag geleistet hat, die Ungleichheit zu senken." Das Programm
kostet rund 2,5 Prozent von Brasiliens Budget beziehungsweise 0,5 Prozent
des Bruttoinlandsprodukts.
Allerdings mahnt die UNO Reformen des Arbeitsmarktes und des Pensionssystems
ein, das Staatsdiener krass bevorzugt. Sonst sei keine "substanzielle
Verringerung der Ungleichheit möglich". Denn abseits von Errungenschaften
der linken Regierung ringt Brasilien mit der Überregulierung.
Einzelhandelsumsatz in
Brasilien zieht um 9,4 Prozent an
Brasília, April 2007 - Brasiliens Einzelhandelsumsätze
sind im Februar um 9,4 Prozent gestiegen. Im Januar hatte sich gegenüber
dem Vorjahr noch ein Zuwachs von 8,5 Prozent ergeben. Die Erwartungen
der Volkswirte hatten laut Bloomberg bei einem Anstieg um
8 Prozent gelegen. Für die robuste Entwicklung des Konsums in Brasilien
wird vor allem die boomende Inlandskonjunktur verantwortlich gemacht.
Diese wird unter anderem von dem deutlich gesunkenen Zinsniveau beflügelt,
das die Kredite von Unternehmen und Privatleuten verbilligt. Der brasilianische
Leitzins, der sich im Herbst 2005 noch bei 19,75 Prozent befunden hatte,
liegt mittlerweile nur noch bei 12,75 Prozent.
Lufthansa kauft in Brasilien
Frankfurt, April 2007 - Die Lufthansa
baut ihre Regionalflotte aus. Der Aufsichtsrat habe der Bestellung von
45 Kurzstreckenflugzeugen zugestimmt, teilte die Deutsche Lufthansa mit.
Von Ende 2008 an werde die Fluglinie 30 Regionalflugzeuge der Embraer
190-Familie erhalten. Die Embraer-Jets,
die als Konkurrenten des kleinen Airbus-Modells A318 gelten, verfügen
über rund 100 Sitze.
Der Listenpreis für alle 45 Maschinen betrage rund 1,7 Milliarden
Dollar, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Die neuen Flieger sollten für
die Regionaltöchter im Europaverkehr und für Zubringerflüge
eingesetzt werden.
WM
2014 in Brasilien
Zürich/Brasília, April 2007 - Brasiliens
Fußball-Verband (CBF)
hat beim Internationalen Fußball-Verband (FIFA) seine Bewerbungs-
Vereinbarung übergeben, mit der er sein Interesse an der Ausrichtung
der Weltmeisterschaft 2014 offiziell bestätigt.
Die FIFA teilte dazu in Zürich weiter mit, dass die erforderlichen
Dokumente eingegangen seien. Nach dem erfolgten Rückzug Kolumbiens
ist Brasilien der einzige verbliebene Bewerber um die Ausrichtung der
WM-Endrunde, die in sieben Jahren in Südamerika stattfinden soll.
Der
CBF hat nun bis Ende Juli Zeit, das vollständige Kandidatur-Dossier,
das auch alle notwendigen Regierungsgarantien umfassen muss, zusammenzustellen.
Der weitere Fahrplan des Bewerbungsverfahrens sieht vor, dass die FIFA
im September dieses Jahres den Inspektionsbesuch in Brasilien durchführen
wird, worauf die Inspektionsgruppe bis zum 1. November den entsprechenden
Bericht fertig stellen wird. Die Ernennung des WM-Ausrichters 2014 durch
das FIFA-Exekutivkomitee soll im November dieses Jahres erfolgen.
AUTOMEC-Messe
2007
São Paulo, 2007 - Vom 10. bis 14. April
2007 findet in Brasilien die AUTOMEC
statt, die bedeutendste Automobilzuliefermesse in Südamerika und
eine der wichtigsten weltweit. Die deutsche Zulieferindustrie wird mit
einem Deutschen Gemeinschaftsstand vertreten sein,der aus Mitteln des
BMWA durchgeführt und von der Messegesellschaft Internationale Messe
Stuttgart sowie dem Verband der Automobilindustrie realisiert wird.
Verwirrung
über den Stand des Atomabkommens
São Paulo, Februar 2007 - Im Jahr 1975
unterzeichneten der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und der Chef
der brasilianischen Militärregierung General Ernesto Geisel ein Nuklearabkommen.
Die Brasilianer wollten damals ihr Land ins Atom-Zeitalter katapultieren,
Deutschland sein Know-how in Sachen Atomenergie verkaufen. Doch dann beschloss
Deutschland vor sechs Jahren den Atomausstieg. Im November 2004 hätte
die damalige Regierungskoalition auch das Nuklearabkommen mit Brasilien
kündigen können.
In diplomatischen Gesprächen mit der brasilianischen Regierung zu
dem Thema Ende 2004, nachdem das Abkommen zum letzten Mal um weitere fünf
Jahre verlängert wurde, äußerte die damalige Bundesregierung
den Wunsch nach Überprüfung der Optionen, das Nuklear-Abkommen
durch einen Vertrag im Bereich erneuerbarer Energien ersetzt werden könne,
sagt Mützenich. Nach der Regierungserklärung Lulas sieht es
heute jedoch aus, als ob Brasilien seine Auffassung geändert hat
und nunmehr auf eine Fortsetzung einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
Atomenergie drängt. 2004 hatten 18 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen,
darunter auch Greenpeace, die rot-grüne Bundesregierung aufgefordert,
das Abkommen zu kündigen. Doch die deutsche Regierung kündigte
den Atom-Vertrag mit Brasilien nicht, obwohl sie sich in Deutschland entschlossen
hatte, aus der Kernenergie auszusteigen. Das deutsch-brasilianische Abkommen
von 1975 sah ursprünglich vor, bis 1990 gemeinsam acht Atomkraftwerke
in Brasilien zu errichten. Ein erstes Kernkraftwerk in Angra dos Reis
bei Rio de Janeiro war noch mit US-amerikanischer Hilfe errichtet worden.
Nun sollten die Deutschen mit Hilfe der staatlichen deutschen Exportkredit-Sicherung
Hermes zwei weitere Kraftwerke Angra II und Angra III bauen. 17 Jahre
später als geplant ging im Jahr 2000 Angra II ans Netz. Aus Angra
III, dem zweiten "deutschen" Kernreaktor in Brasilien, ist bis
heute nichts geworden. Seit dem Wechsel von einer rot-grünen Regierung
zur großen Koalition zwischen Sozialdemokraten und Konservativen
in Deutschland setzen sich zumindest Teile der Bundesregierung wieder
für einen Ausbau der Atomenergie ein.
Brasilien
droht zurückzufallen
New York/São Paulo, Februar 2007 - Die
Bedingungen für Wachstum haben sich nach einer Studie von Goldman
Sachs in anderen Schwellenländern besser entwickelt als in Brasilien.
Vor allem der aufgeblähte Staatssektor, hohe Schulden und Steuern
lähmen. Selbst im Vergleich zu seinen Nachbarn ist Brasilien in den
vergangenen Jahren nur unterdurchschnittlich gewachsen. Dabei zählte
Lateinamerika in den vergangenen Jahren zu den schwächsten Wachstumsregionen,
schwächer beispielsweise als Afrika. Ob die größte Volkswirtschaft
in Lateinamerika die Wende schafft, hängt vor allem davon ab, ob
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, in seiner zweiten Amtszeit
wachstumsorientierte Reformen durchsetzen kann. Lula
hat angekündigt, das Wachstum Brasiliens auf fünf Prozent steigern
zu wollen. Dabei könnte ihm helfen, Eine relativ geringe Inflation
von ca. drei Prozent liegt und möglicherweise gleichbleibender geringer
Preisdruck könnten das Wachstum unterstützen. auch in diesem
Jahr niedrig zu bleiben verspricht.
Auch der Emerging-Markets-Experte Oliver Stönner von Cominvest
Asset Management rechnet deshalb mit einer Wachstumsbeschleunigung
in diesem Jahr. Allerdings könne es einen realwirtschaftlich fundierten
Aufschwung erst geben, wenn die Strukturprobleme angepackt würden.
Nach Ansicht von Goldman Sachs zählen folgende Probleme zu den gravierendsten
des 186 Millionen Einwohner zählenden Staates:
Die brasilianische Staatsverschuldung gehört - obwohl gesunken -
mit 71,8 Prozent des BIP auch 2006 zu den höchsten der BRIC-Länder;
Gleiches gilt für die Steuerbelastung. Die Staatsausgaben sind im
vergangenen Jahr auf rund 19 Prozent gestiegen, von knapp 17 Prozent im
Jahr 2003 aufgrund etwa eines höheren Mindestlohns. Brasilien investiert
deutlich weniger als China und Indien bezogen auf das BIP. Im Zehnjahresvergleich
waren es in China im Schnitt 36,3 Prozent und in Indien 25,9 Prozent.
Brasilien investierte nur jeden fünften Real. Insbesondere der Staat
steckte wenig in die Infrastruktur. Die Sparrate ist im BRIC-Vergleich
ebenfalls niedrig. Brasiliens Wirtschaft ist deutlich geschlossener als
die der asiatischen Tigerstaaten. Während in China der Anteil der
handelbaren Güter bei rund zwei Dritteln des BIP und in Russland
bei über 41 Prozent liegt, machen die handelbaren Güter in Brasilien
weniger als ein Viertel des BIP aus. Bei der Arbeitsproduktivität
ist Brasilien zurückgefallen. Hier dürfte vor allem das schlechte
Bildungssystem schuld sein.
Lulas
Wirtschaftsprogramm lockt Anleger
São Paulo, Februar 2007 - Der wiedergewählte
brasilianische Präsident Lula da Silva hat klargestellt, dass Investitionen
in die Infrastruktur des Landes in seiner zweiten Amtszeit oberste Priorität
haben sollen. Daraufhin haben die Aktien der betroffenen Branchen deutlich
zugelegt. Energie-, Logistik- und Transportunternehmen, die Bauwirtschaft
und deren Zulieferer werden Analysten zufolge von der neuen Linie profitieren.
Woher die Regierung das Geld nehmen will ist unklar: Von den 180 Mrd.
Euro Investitionsvolumen bis 2010 will der Staat nur 25 Mrd. Euro aus
eigenem Budget beisteuern. Dennoch sind Analysten zuversichtlich, dass
die Regierung in der zweiten Amtszeit mehr bewegen wird als zuvor, wenn
sie sich diesmal auf dieses Thema konzentriert. In der Baubranche sind
die Aktien von Zulieferern wie dem Stahlkonzern Gerdau oder den Baumaterialanbietern
Duratex und Eternit in den letzten Tagen kräftig gestiegen. Kurspotenzial
schreiben Experten auch Stromkonzernen wie CESP, CPFL oder Eletrobras
zu. Lula will den Bau neuer Kraftwerke anregen: Bessere Finanzierungsmöglichkeiten
sollen Investoren zum Bau von Wasserkraftwerken im Amazonas und von kleineren
Thermokraftwerken im ganzen Land anregen.
Emirates fliegt nach Brasilien
Dubai/São Paulo, Januar 2007 - Ab 1. Oktober
2007 nimmt Emirates die brasilianische Finanzmetropole Sao Paulo als erste
Destination in Südamerika in ihr globales Streckennetz auf.
Der Flug von Dubai nach Sao Paulo ist die erste Verbindung überhaupt
aus dem Mittleren Osten nach Südamerika. Bedient wird die neue Strecke
sechsmal wöchentlich mit neuesten Jets vom Typ Boeing 777-200LR,
von denen ab Sommer dieses Jahres zehn Maschinen an Emirates ausgeliefert
werden.
Abschaffung des US-Dollar
als Mittlerwährung im regionalen Handelsaustausch
Buenos Aires/Brasília,
Januar 2007 - Der Güteraustausch zwischen Argentinien und Brasilien
soll in Zukunft in den regionalen Währungen verrechnet werden. Die
Präsidenten der Zentralbanken, Argentiniens Martín Redrado
und Brasiliens Henrique Meirelles, wollen am 2. Februar weitere Fakten
in diese Richtung schaffen. Der paraguayische Außenminister Rubén
Ramiréz erklärte, dass sein Land über einen Beitritt
nachdenkt. Den Plänen zufolge soll die US-Währung spätestens
im Juli nicht mehr den Warenaustausch regeln. Das Thema wird auch auf
der Tagesordnung bei dem am 16. Januar stattfindenden Gipfeltreffen der
Staatschefs des Mercosur - Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay
- stehen. Die Mitgliedschaft Venezuelas ist noch im Ratifizierungsprozess.
Brasilien legt neue Regeln
für Produktion und Exporte von Obst fest
Brasília, November 2006 - Das Ministerium
für Land- und Viehwirtschaft informierte über neue Qualitätsnormen,
die für den Export von Obst in die EU festgesetzt wurden. Damit sollen
die Verkäufe dieser Produkte, die über 1.000 Millionen Dollar
Devisen pro Jahr einbringen, gesichert werden. Die Erzeuger als Teil des
Nationalen Plans für Sicherheit und Qualität der Produkte pflanzlichen
Ursprungs zum so genannten System der integrierten Produktion verpflichtet.
Mit diesem System soll durch Überwachung der Anbauverfahren und Nachprüfung
der verwendeten Produkte die Produktion von Qualitätsfrüchten
gewährleisten.
VW will eine Milliarde
Euro in Brasilien investieren
São Paulo, Oktober 2006 - In den
kommenden Jahren will Volkswagen
umgerechnet rund 960 Millionen Euro in Brasilien investieren. Mit dieser
Investitionssumme im Zeitraum 2007 bis 2011 sei die Zukunft von Volkswagen
im größten südamerikanischen Land gesichert, sagte der
Chef von Volkswagen do Brasil, Hans-Christian Maergner, auf dem Automobil-Salon
in São Paulo.
Die Investitionen sollen nach seinen Angaben in neue Modelle für
den brasilianischen Markt fließen.
Volkswagen hatte erst im September in Brasilien einen Konflikt
mit den Gewerkschaften um einen Sparplan beilegen können. Die
VW-Führung hatte ihre Sparpläne mit dem hohen Wechselkurs der
Landeswährung, gestiegenen Rohstoffkosten und gesunkenen Exportaussichten
begründet. Der Konzern will in den nächsten Jahren knapp 6000
Stellen in dem Land abbauen. Dagegen hatte sich die Belegschaft im Werk
von Anchieta bei São
Paulo, dem größten und
ältesten der insgesamt fünf VW-Standorte in Brasilien, mit einem
17-tägigen Streik gewehrt. Schließlich wurde jedoch eine Vereinbarung
erzielt, wonach im Werk Anchieta in den nächsten Jahren 3600 Stellen
wegfallen werden, wobei gestaffelte Abfindungen gezahlt werden sollen.
Im Gegenzug hatte VW Millioneninvestitionen in die Werke versprochen.
Volkswagen ist größter Autobauer Brasiliens und bietet auf
dem dortigen Markt derzeit 16 Modelle an. Im ersten Halbjahr 2006 hat
VW do Brasil mit ca. 25000 Beschäftigten mehr als 450.000 Autos produziert.
Der brasilianische VW-Chef Maergner wird Ende des Jahres in den Ruhestand
gehen. VW gab bekannt, dass der bisherige Leiter des Slowakei-Geschäfts,
Thomas Schmall, sein Nachfolger wird. Außerdem teilte der Konzern
mit, dass der frühere österreichische Bundeskanzler Viktor Klima
zum Jahreswechsel die Leitung der Geschäfte in Südamerika übernimmt.
Der 59-Jährige ist bislang Präsident von VW Argentinien.
Höchstsatz der Einkommensteuer
von 27,5 Prozent in Brasilien ist verfassungsgemäß
Brasília,
Oktober 2006 - Das oberste Bundesgericht
STF (Supremo Tribunal Federal) hat die Klage gegen ein Gesetz der Regierung
Lula abgewiesen, welches die Bundessteuergesetze änderte, dabei aber
die Steuersätze (gestaffelt in Stufentarife: 0 Prozent; 15 Prozent;
27,5 Prozent) zur Ermittlung der Einkommensteuer unverändert ließ.
Das Gesetz ist damit verfassungsgemäß. Nach Ansicht der Kläger
hatte das Gesetz die Verminderung des (höchsten) Stufentarifs bei
der Einkommensteuer natürlicher Personen von 27,5 Prozent auf 25
Prozent, dem entsprechenden Stufentarif bei der Körperschaftsteuer
verhindert; sie hatten auf dieser Grundlage die Aussetzung der Anwendung
des Gesetzes bis zu einer endgültigen gerichtlichen Klärung
beantragt.
Brasilien,
Indien und Südafrika wollen Atomkraft-Kooperation
Brasília,
September 2006 - Brasilien, Südafrika und Indien wollen bei der friedlichen
Nutzung der Atomenergie zusammenarbeiten. Dies solle unter der Federführung
der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA geschehen, erklärten
die Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva und Thabo Mbeki sowie der
indische Regierungschefs Manomohan Singh Anfang September in Brasilia.
Es war das erste Gipfeltreffen seit Gründung einer informellen Gruppe
zur politischen Koordination zwischen den drei Staaten. In einer Erklärung
unterstrichen sie ihr Recht, Atomenergie zu friedlichen Zwecken nutzen
zu dürfen. Indien verfügt über Atomwaffen, die beiden anderen
Ländern lediglich über Nuklearreaktoren. Südafrika hat
sein Atomwaffenarsenal abgerüstet, das das Apartheidregime heimlich
angelegt hatte.
Petrobras
und Gazprom streben Joint Venture an
São Paulo/Moskau,
Juli 2006 - Der
brasilianische Energiekonzern Petrobras
gab bekannt, dass der Bau der Gaspipeline von Venezuela nach Brasilien,
Chile und Argentinien zu den Projekten gehört, bei denen das russische
Erdgasförderunternehmen Gazprom
mitwirken soll. Derzeit befindet sich das Projekt noch in Planung.
Gazprom habe viel Erfahrung beim Bau sehr langer Pipelines, so Petrobras.
Des weiteren sagte die Petrobras, dass das Unternehmen mit der Offshore-Exploration
im Schwarzen Meer begonnen hat.
Red Hat eröffnet
Filialen in Argentinien und Brasilien
Buenos Aires, São
Paulo, Mai 2006 - Red Hat, der führender Anbieter von Open Source-Lösungen
für Unternehmen, expandiert in Südamerika. Das Unternehmen hat
Niederlassungen in Sao Paulo und Buenos Aires eröffnet. An beiden
Standorten übernimmt Red Hat die Betriebe seines Master Distributors.
Red Hat verfügt nun erstmals über eine starke, direkte Unternehmenspräsenz
in Lateinamerika und setzt vor Ort Support-, Schulungs- und Verkaufsaktivitäten
sowie spezielle, regionale Angebote um. Red Hat war schon bisher in Lateinamerika
gut aufgestellt und betreut unter anderem Kunden wie Serpro, Poder Judicial
de Perú, Buenos Aires Ministry of Health, Bradesco. Mit der Eröffnung
eigener Zweigstellen in der Region soll die weitere Entwicklung direkter
Kundenbeziehungen gefördert und das Partnerengagement ausgeweitet
werden.
Brasilien startet die Produktion von Halbleitern
Brasília. Brasilien will in die Herstellung von Halbleitern einsteigen.
Brasilianische Behörden wollen in Kürze Pläne für
einen Industriepark vorstellen. In Minas Gerias soll auf 990 Hektar eine
neue Halbleiter-Industrie entstehen, berichten US-Medien. Im "Minas
Gerias Technological Park" will das Konsortium Companhia Brasileira
de Semiconductores ab 2007 Hochspannungs-CMOS, BiCMOS und andere spezielle
Produkte herstellen. In dem von der Regierung gesponserten Projekt 'Eldorado'
ist daneben auch ein Design-Zentrum geplant, das einheimische und ausländische
Chip-Designer anziehen soll. Motorola hat bereits Aktivitäten für
Forschung und Entwicklung in Brasilien angekündigt. Experten in Industriekreisen
geben dem Land gute Chancen, eine wesentliche Rolle in der Halbleiterindustrie
zu spielen. Dadurch würde sich auch die Konzentration auf den asiatischen
Raum etwas auflockern, was vor allem für die Halbleiterproduzenten
von Vorteil wäre.

Erleichterungen bei der Vergabe von Dauervisa an Investoren
Brasilia. In der Absicht, Brasilien für neue Investoren attraktiver
zu machen, hat die Regierung Lula da Silva die zur Erteilung eines Dauervisums
erforderliche Mindestinvestitionssumme von US-Dollar 200.000 auf US-Dollar
50.000 gesenkt. In Sonderfällen kann das Investitionsvorhaben sogar
diese Mindesthöhe von US-Dollar 50.000 unterschreiten, falls mit
seiner Umsetzung über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens
10 neue Arbeitsplätze für Brasilianer entstehen und dies durch
einen entsprechenden Beschäftigungsplan nachgewiesen wird.
Bras. Unternehmen entwickelt Flugzeug mit Alkoholmotor
Sao Paulo. Der Flugzeugbauer Neiva
hat ein Kleinflugzeug entwickelt, das mit Alkohol betrieben
wird. Der Flieger namens ,"Ipanema" wird vor allem in der Landwirtschaft
zur Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommen und bringt 80 %
Ersparnis gegenüber Benzinmotoren, da es ca. 7 Liter weniger Treibstoff
pro Stunde verbraucht. Allerdings liegen die Anschaffungskosten des alkoholbetrieben
Flugzeugs mit 267.547 Dollar um 6.000 Dollar höher als bei Benzinmotoren.
Embraer,
das in die Entwicklung dieses Flugzeuges eine Mio. Dollar investiert hat,
erhielt dennoch bereits 69 Aufträge, um Benzinmotoren gegen solche
alternative Motoren auszutauschen.
Quellen: Brasilieninformation, Google News,
UOL, Globo, Handelsblatt, Firmennews, eigene Recherche AGM
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