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Landeskunde:


Fremdsprachentraining Geographie

Name: Föderative Republik Brasilien
Fläche: 8,51 Mio. km²
Wichtigste Städte / Einwohnerzahlen: Brasília / 1,8 Mio. (Juli 2005), São Paulo / 9,8 Mio., Rio de Janeiro / 5,6 Mio., Salvador / 2,1 Mio., Belo Horizonte / 1,5 Mio.
Ressourcen: Gold, Eisenerz, Bauxit, Nickel, Phosphat, Zinn, Uran, Öl, Platin, Wasserkraft
Profil: Brasilien lässt sich grob in zwei Landschaften einteilen: Das Amazonasbecken im Norden und das Hochplateau im Zentrum und Süden des Landes. Vom Süden in Richtung Nordosten verlaufen hohe Gebirgsketten. Brasiliens höchster Punkt ist der Pico da Neblina  (3.014 m) nahe der Grenze zu Venezuela
Landnutzung: anbaufähiges Land: 5%, Weideland: 22%, Wälder: 58%, Sonstiges: 15%.

Quellen: Wikipedia.de, CIA.

Fremdsprachentraining Währung

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Fremdsprachentraining Gesellschaft

Bevölkerung: ca. 190 Mio.
Bevölkerungswachstum: + 1,06% (2005)
Religion: 80% römisch-katholisch; 11% protestantisch; 9% sonstige und afrobrasilianische Kulte
Altersstruktur: 0-14 Jahre: 26,1%, 15-64 Jahre: 67,9%, älter als 65 Jahre: 5% (2005)
Lebenserwartung: gesamt: 71,69 Jahre, männlich: 67,74 Jahre, weiblich: 75,85 Jahre
Ethnische Gruppen: Ethnische Gruppen: Weiße 55%, Mestizen 38%, Farbige 6%, Sonstige (inkl. Japaner, Araber und Indianer) 1%

Quelle: CIA

Fremdsprachentraining Politik

Staatsform: Präsidentielle Republik
Verfassung: 15.Oktober 1988, Bundesrepublik mit Präsidialform
Staatsoberhaupt: Luiz Inácio Lula da Silva (Seit Januar 2003)
Regierungschef:  Präsident
Politische Parteien: Partido dos Trabalhadores (91 Sitze), Partido Frente Liberal (84 Sitze), Partido Movimento Democratico Brasileiro (74 Sitze), Partido Social Democrata Brasileiro (71 Sitze), Partido Liberal (26 Sitzen) (nach Wahlen Oktober 2002)

Politisches System: Die neue Verfassung enthält alle Prinzipien einer freiheitlich demokratischen Grundordnung, der Schutz der Menschenrechte hat als Lehre aus der Geschichte einen besonderen Stellenwert erhalten. Der Präsident wird direkt vom Volk für vier Jahre gewählt. Er ist zugleich Staatsoberhaupt und Chef der Regierung. Es besteht Wahlpflicht für alle Brasilianer zwischen 18 und 70 Jahren. Für alle Analphabeten, 16 bis 18-jährigen und über 70-jährigen ist die Wahl optional.

Ähnlich wie die Vereinigten Staaten verfügt Brasilien über ein präsidiales System mit zwei Kammern. Der Senat besteht aus 82 Mitgliedern, die 26 Bundesstaaten und der Bundesdistrikt Brasília stellen je drei Senatoren, die für acht Jahre gewählt werden. Unabhängig von der Größe der Bundesstaaten besitzen alle Vertreter das gleiche Stimmrecht.

Das Abgeordnetenhaus besteht aus 513 Parlamentariern, die für vier Jahre gewählt werden. Bei den alle vier Jahren stattfindenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen werden jeweils 1/3 bzw. 2/3 des Senats neu bestimmt.

Gliederung des Staates:
Brasilien besteht aus 26 Bundesstaaten und einem Bundesdistrikt (Distrito Federal). Diese sind administrativ in fünf Regionen aufgeteilt:
· Norden (Região Norte): Acre, Amapá, Amazonas, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins
· Nordosten (Região Nordeste): Alagoas, Bahia, Ceará, Maranhão, Paraíba, Pernambuco, Piauí, Rio Grande do Norte, Sergipe
· Mittelwesten (Região Centro-Oeste): Goiás, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Distrito  Federal Brasília
· Südosten (Região Sudeste): Espírito Santo, Minas Gerais, Rio de Janeiro, São Paulo
· Süden (Região Sul): Paraná, Santa Catarina, Rio Grande do Sul

> Interaktives Kartenpuzzle: Fügen Sie die einzelnen Bundestaaten in die Karte ein.

Quelle: CIA

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Fremdsprachentraining Geschichte

22. April 1500

Entdeckung Brasiliens durch den portugiesischen Seefahrer Pedro Álvares Cabral.

1807 – 1815

Portugiesisches Königshaus wird nach Brasilien verlegt.

1815 

Brasilien erlangt den Status eines Königreichs und damit die rechtliche Gleichstellung mit dem Mutterland.

1822 

Unabhängigkeitsbewegung:  am 1. September erklärt Dom Pedro die Unabhängigkeit und am 12. Oktober 1822 wird Brasilien zum Kaiserreich erklärt. Kaiser wird Dom Pedro I.

1824 (25. März)

Brasilien erhält eine liberale Verfassung und wird konstitutionelle Monarchie IV.

1840 – 1889

Monarchie unter Pedro II.

1888 

Abschaffung der Sklaverei.

1889 (15. November)

Sturz der Monarchie und Ausrufung der Republik. Pedro II. und seine Familie verlassen das Land. Manuel Deodora da Fonseca wird erster Präsident.

1891 (24. Februar)

Brasilien erhält eine neue Verfassung auf föderativer Grundlage, die den 20 bestehenden Bundesstaaten weitgehende Selbstständigkeit zugesteht.

1917 

Brasilien erklärt Deutschland den Krieg und tritt den Alliierten bei.

1929 / 1930

Weltwirtschaftskrise: Zusammenbruch des Weltkaffeemarktes. Bankrott zahlreicher Firmen. Militärputsch und politisches Chaos mit fünf Präsidenten in wenigen Monaten. General Vargas bildet Regierung, Gründung der Zweiten Republik (1930-1964).

1932 

São Paulo-Revolte führt zum Bürgerkrieg.

1934 

Vargas gewinnt Präsidentschaftswahlen. Neue Verfassung gibt Frauen Wahlrecht.

1937 

Vargas ruft kurz vor Präsidentschaftswahlen Notstand aus, löst den Kongress auf und führt das Land als Diktator bis 1945.

1942 

Brasilien tritt in den 2. Weltkrieg auf Seiten der Alliierten ein.

1951

Getúlio Vargas wird, nachdem er 1945 zum Rücktritt gezwungen wurde, erneut Präsident († 1954 Suizid).

1960 

Unter der Präsidentschaft von Juscelino Kubitschek de Oliveira wird die Hauptstadt von Rio de Janeiro in das neu errichtete Brasilia verlegt.

1961 

Janio Quadros wird mit überwältigender Zustimmung neuer Präsident. Rücktritt nach sechs Monaten wegen öffentlicher Che Guevara-Ehrung. Vize-Präsident João Goulart übernimmt das Amt , Beschneidung der Kompetenzen durch den Kongress.

1964 

Militärputsch gegen Goulart wegen marxistischer Tendenzen. Machtübernahme durch das Militär. Diktatur bis 1985.

1965 

Verbot der bisherigen Parteien.

1967 

Arthur da Costa e Silva wird Präsident, aber weiterhin Militärdiktatur. Verabschiedung einer neuen Verfassung.

1969 

Costa e Silva tritt zurück. Eine Militärjunta übernimmt die Macht. Enormes Wirtschaftswachstum (10%), aber massive Menschenrechtsverletzungen.

1973 

Wirtschaftswachstum erreicht 14%.

1974 

Ernesto Geisel wird Präsident. Beginn einer leichten politischen Liberalisierung.

1985 

Bei den ersten freien Wahlen seit 1964 wird Tancredo de Almeida Neves zum Präsidenten gewählt, verstirbt aber.

1988 

Inkrafttreten einer neuen Verfassung.

1991 

Brasilien begründet mit Argentinien, Paraguay und Uruguay den »Gemeinsamen Markt des Südens« (Mercosur), dem 1996 Chile, 1997 Bolivien und 2003 Peru als assoziierte Staaten beitreten.

1991 

Präsident Fernando Collor de Mello erklärt den Staatsbankrott. Horrende Staatsverschuldung, anhaltende Wirtschaftskrise, Rezession, hohe Inflation.

1992 

Präsident Collor de Mello wird aufgrund einer Korruptionsaffäre von seinem Amt suspendiert und tritt am 29. Dezember zurück. Sein Nachfolger wird Itamar Franco.

1993 

Einführung des Real als neue Währung (Koppelung an den Kurs des US$). Fernando Henrique Cardoso gewinnt die Präsidentschaftswahlen. Brasilien wird zum vierten Mal Fußballweltmeister.

2003 

Der Populist und Führer der Arbeiterpartei (PT) Luiz Inácio Lula da Silva übernimmt das Präsidentenamt. 

Quelle: Wikipedia

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Fremdsprachentraining Kultur

Als die Portugiesen im 16. Jahrhundert in Brasilien eintrafen, kam es zu einer ersten Begegnung europäischer Kultur- und Kunstformen mit dem Brauchtum der einheimischen Indianer, deren rituelle Feste, Tänze und Gesänge tief in ihren Mythen und Legenden wurzelten. Aus der Vermischung europäischer Traditionen und Wertvorstellungen mit den Kulten der Indianer und bald auch Einflüssen aus der Kultur der eingeführten afrikanischen Sklaven entstand eine neue, brasilianische Volkskunst, die in ihrer Vielseitigkeit und in ihrem Reichtum unvergleichlich ist. Hinzu kamen im 19. Jahrhundert die Kulturen der Einwanderer aus anderen europäischen Ländern und aus Asien (v.a. aus Japan).
Die brasilianische Gesellschaft ist eine Einwanderergesellschaft. Brasilien hat über Jahrhunderte hinweg Millionen von Immigranten vor allem aus den europäischen Staaten, aber auch aus Asien aufgenommen. Für diese Neuankömmlinge war es in der großen Mehrzahl kein Problem, von den Brasilianern akzeptiert zu werden. Die Immigranten wurden immer auch als Träger von Zivilisation und Fortschritt gesehen. Das Zentrum der Massenimmigration war im 20. Jahrhundert São Paulo. Die Stadt hat deshalb bis heute eine weitgehend multikulturelle Prägung. Die einzelnen ethnischen Gruppen lassen sich kaum voneinander unterschieden. Nur im Süden des Landes haben sich die einzelnen europäischen Einwandererkolonien stärker abgekapselt und sind bis heute in ihrer nationalen Prägung sehr stark präsent.

Der Schrifsteller Stefan Zweig, beeindruckt von dem friedlichen Zusammenleben und der Vermischung der verschiedenen Nationalitäten und Abstammungen in Brasilien, schrieb:

"Nach europäischer Einstellung wäre zu erwarten, daß jede dieser Gruppen sich feindlich gegen die andere stellte, die früher gekommenen gegen die später gekommenen, Weiße gegen Schwarze, Amerikaner gegen Europäer, Braune gegen Gelbe, daß Merhheiten und Minderheiten in ständigem Kampf um ihre Rechte und Vorrechte einander fefeindeten. Zum größten Erstaunen wird man nun gewahr, daß all diese schon sichtbar durch die Farbe voneinander abgezeichneten Rassen in vollster Eintracht miteinander leben und trotz ihrer individuellen Herkunft einzig in der Ambition wetteifern, die einstigen Sonderheiten abzutun, um möglichst rasch und möglichst vollkommen Brasilianer, eine neue und einheitliche Nation zu werden."

Die Brasilianer, das kann man ohne Umschweife sagen, sind ausgesprochen ausländerfreundlich. Auch gibt es im Land keine offenen Konflikte zwischen verschiedenen nationalen Gruppen. Das Selbstbildnis der Brasilianer ist das einer Mestizengesellschaft, in der verschiedene Einflüsse zu einer neuen Kultur eingeschmolzen wurden. Allerdings melden sich in jüngerer Zeit Stimmen, die dieses Idealbild kritisch unter die Lupe nehmen. Auch brasilianische Künstler und Intelektuelle setzen sich bis heute immer wieder mit dieser paradoxen Mischung aus Toleranz und Rassismus auseinander.

Quellen: Invent
, eigene Recherchen AGM

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